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Wanderlust // Ein Tag in Barcelona

Noch immer kitzelt die Sonne auf meiner Haut und ich denke an die lauen Sommernächte zurück, die mich erfüllt haben. Barcelona lohnt sich immer! Egal ob Kurztrip oder für den kompletten Sommerurlaub. Du bekommst Strand, Berge, Kultur und jede Menge Freizeitaktivitäten. Fakt ist, langweilig wird es auf keinen Fall! Hier ein paar Tipps für einen perfekten Tag in Barcelona:

In Barcelona findet das Leben draußen statt. Die Menschen sind auf der Straße unterwegs, sitzen im Café, genießen ein Bad im Meer oder frühstücken im Park. Schnapp dir also morgens eine Picknickdecke (oder wahlweise eine andere Sitzgelegenheit) und begebe dich in den Parc de Catalunya – dieser grenzt direkt an die Altstadt und ist bei den Einheimischen vor allem Sonntags beliebt. Man trifft sich mit der Familie zum Picknicken, Tanzen oder Spielen. Papageien schwirren durch die Luft, die Palmen wehen im Wind und der kleine Wasserfall rauscht vor sich hin. Gut gestärkt kannst du dir sogar ein Paddelboot leihen und über den kleinen See schippern oder du tanzt dir die Frühstückskalorien unterm Pavillon ab.

Barcelona

Um möglichst viel von der Stadt zu sehen, empfehle ich unbedingt ein Fahrrad auszuleihen. Verleihe gibt es überall und für 10 Euro kannst du bis abends durch die Stadt cruisen. Beliebt sind natürlich auch Vespern und elektrische Roller. Und auch mit dem Segway lässt sich die Stadt prima erkunden  – ist aber definitiv die teuerste Möglichkeit.
Mit dem Fahrrad (oder auch zu Fuß) erkundest du dann die kleinen Gassen der Altstadt – Stopps empfehlen sich vor allem an den unzähligen Galerien, wo die Künstler meist auch ihr Atelier haben und vor deinen Augen neue Kunstwerke entstehen lassen. Außerdem beherbergt Barcelona teilweise wirklich gute Straßenmusiker, die sich über Zuhörer freuen und so kannst du den Tag ganz gemächlich angehen lassen und den Stimmen Spaniens lauschen.

Barcelona

Nach so viel Kultur könnten deine nächsten Stationen typische Touristenattraktionen sein, die sich aber dennoch wirklich lohnen, aber auch, verständlicher Weise, teilweise total überlaufen sind. Mit dem Rad z.B. zur Sagrada Familia, die wirklich grandios anzuschauen ist. Solltest du die berühmte Kirche von innen bestaunen wollen, empfiehlt es sich vorher ein Ticket online zu kaufen. So vermeidest du ätzend lange Wartezeiten in der Schlange! Gaudi hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet und die Kirche wird von Jahr zu Jahr weiter gebaut. Das letzte Mal war ich vor sieben Jahren in Barcelona, da gab es z.B. noch nicht den Nordanbau (meine ich zumindest), der sich nun in das Bild der Kirche einfügt. Beeindruckend sind vor allem die Lichtspiele im Inneren.

Von der Sagrada Familia geht es direkt weiter zum Park Güell – eigens von Gaudi entworfen, thront dieser wunderschöne Park hoch über Barcelona und gibt einen atemberaubenden Blick über die Stadt frei. Leider hat auch hier der Massentourismus zugeschlagen und du müsstest für das Innere des Parks ein Ticket (+ Wartezeit) erwerben. Meiner Meinung nach überhaupt nicht notwendig, denn auch im kostenfreien Teil des Parks lässt sich so einiges erkunden. Auch hier grüßen dich die Papageien aus der Luft und abseits vom Touristentrubel findet sich auf jeden Fall ein schönes Plätzchen für eine Pause. Noch ein Tipp: Wenn du mit dem Rad zum Park fährst, solltest du dir bewusst sein, dass die Anreise, gerade gegen Ende, sehr, sehr steil ist. Also entweder bist du topp trainiert oder es stört dich nicht den Drahtesel ein Weilchen zu schieben.

Barcelona

Nachdem du den Ausblick über die Stadt genossen hast, wird es Zeit etwas zum Mittag zu essen. Theoretisch findest du in Barcelona an jeder Ecke kleine Bars, Restaurants und Imbisse, die von Tapas über Burger bis hin zu kulinarisch Wertvollem einiges anbieten. Für unseren Mittagssnack wählen wir die Mercado de la Boqueria – die Markthalle direkt an der La Rambla, der Haupttouristraße in Barcelona. Beim Runterdüsen vom Park Güell Richtung La Rambla weht dir die Wind um die Nase und ein Gefühl von Freiheit steigt auf. Barcelona ist super mit Radwegen ausgestattet und so macht jede Fahrt gleich noch mehr Spaß. Wieder im Zentrum angekommen, wird es definitiv lauter und Touristenscharen werden dich umgeben. Wenn dich das nicht stört, solltest du definitiv einen Blick in die Markthalle werfen. Trotz des Touristenansturms haben sich die meisten Händler ihre Ursprünglichkeit bewahrt und präsentieren typisch katalonische Speisenvielfalt. Frisches (und günstiges) Obst und Gemüse, das wirklich tausend Mal besser als Supermarktware schmeckt, unzählige Fischstände mit der ein oder anderen Kuriosität, Backwaren, Tapaszutaten, Süßigkeiten und leider natürlich auch Unmengen an Fleisch – von Kaninchen, über Jamon bis hin zu Innereien. Um den Markt herum scharen sich kleine, aber exquisite, spanische Imbisse/ Restaurants, Smoothiestände und Burritoanbieter. Hier wirst du auf jeden Fall einen tollen Mittagssnack finden! Tipp: Die Markthalle hat Sonntags geschlossen und viele Stände, gerade die in den hinteren Reihen, machen schon vor den offiziellen Schließzeiten die Schotten dicht.

Barcelona

Noch schnell einen Nachmittagssnack in Form von Melone und Kokosnuss eingepackt und weiter geht die wilde Fahrt Richtung Strand. Natürlich, an einem perfekten Tag in Barcelona darf das Badevergnügen nicht zu kurz kommen. Durch die Altstadt geht es mit dem Rad Richtung Port Vell und dann weiter dem Strand entgegen. Du kannst die Meeresluft schon riechen und ein wohltuender Wind umgibt dich. Barcelona hat mehrere Strandabschnitte. Meine Empfehlung: solltest du es ein wenig ruhiger und vielleicht auch ein paar Einheimische um dich herum haben wollen, lohnt es sich etwas weiter als nur bis Playa Barceloneta zu fahren. Hier tummeln sich Touris, Straßenverkäufer und Massageanbieter. Die Strände im hinteren Teil sind nicht ganz so überlaufen, bieten tolle Beachvolleyballanlagen und ein bisschen mehr Raum um dich herum. Außerdem ist es einfach großartig mit dem Rad auf der Strandpromenade entlang zu fahren und ein bisschen California-Feeling einzuatmen! Vorbei am Port Olimpic, der eigens für die Olympischen Sommerspiele 1992 erbaut wurde, geht es immer weiter am Meer entlang. Noch ein Vorteil der hinteren Strände: ausschließlich Sandstrand! Barceloneta bietet da leider nur Kieselstrand – zumindest vorne am Wasser. Und dann heißt es relaxen und die Abkühlung im Meer genießen.

Barcelona

Beachtime Barcelona

Nach ausgiebigem Sonnenbaden und Im-Meer-Herumtollen macht sich auch der Magen wieder langsam bemerkbar und es wird Zeit für ein schönes Abendessen. Die Spanier sind bekannt für späte Dinnerzeiten und so wirst du vor 20 Uhr kaum ein volles Restaurant finden. Egal, in welche Richtung es gehen soll, Barcelona bietet jegliche Vielfalt an Restaurants. Wenn du es dir bequem machen willst, empfehle ich direkt auf dem Weg vom Strand zurück in die Stadt das Makamaka. Ein toller, kalifornisch inspirierter, Burgerladen direkt an der Ecke zu Port Vell. Zu Stoßzeiten solltest du etwas Wartezeit einplanen, denn der Laden ist echt beliebt. Es gibt superleckere Cocktails, eiskalte Smoothies, Burger in allen Variationen (und saulecker!) und geile hausgemachte Pommes on top. Außerdem versprüht der Laden nochmal so richtig Beachfeeling, das dich in den Abend begleiten soll. Natürlich kannst du dir auch erst eine Dusche zu Hause genehmigen und dir schick gemacht z.B. in der Altstadt oder Richtung Placa de Catalunya ein tolles Restaurant suchen. Tipp: Die wirklich tollen Restaurants mit einzigartiger Menükarte oder eigener Dachterrasse über Barcelona sind echt beliebt. Du solltest also unbedingt vorher reservieren!

Barcelona

Glücklich und mit vollem Magen kannst du dir dann über die Abendgestaltung Gedanken machen. Und auch hier hast du wieder alle Möglichkeiten, die man sich nur vorstellen kann. Kultur, Tanzen, Bar oder Beach. Wir entscheiden uns an diesem Abend für eine Kombination aus Kultur, Musik und Tanz. Zunächst machen wir uns auf den Weg Richtung Font Magica, der am Placa de Espanya vor dem Hausberg Barcelonas Montjuic thront. Dort erwartet dich jeden Abend zwischen 21 und 23 Uhr eine Show aus Musik, Lichterspielen und Wasser. Der Brunnen verzaubert wirklich und wenn du ein schönes Plätzchen gefunden hast, lohnt es sich die Flasche Wein auszupacken und genüsslich dem Schauspiel zu folgen. Ich könnte hier stundenlang sitzen.

Barcelona

Nach so viel Ausruhen geht es mit dem Rad zurück in die Altstadt – mit kurzem Abstecher am Hafen, um noch einmal die Meeresluft einzusaugen. Hier kannst du dir, am besten in einer der Seitenstraßen, um das einheimische Flair mitzunehmen, eine kleine spanische Bar suchen und dich genüsslich durch das Wein-, Bier- und Cocktailangebot schlemmen. Nebenbei noch ein paar Tapas und zwischendurch den ein oder anderen Mojito und du bist vollends im Urlaubsmodus. Tipp: Viele Bars bieten abends Livemusik und das solltest du nutzen, von Jazz bis Flamenco ist da alles dabei und auch hier finden sich wieder viele tolle Musiker, die meiner Meinung nach auch ein größeres Publikum verdient hätten. Oftmals gibt man den Künstlern neben der Bedienung auch ein Trinkgeld – das ist es auf alle Fälle wert!

Barcelona

Selbstverständlich lassen sich all diese Aktivitäten auch gut auf mehrere Tage ausstrecken und du musst dir nicht 24h so voll packen. Ich genieße es einfach möglichst viel zu entdecken und die paar Tage Urlaub richtig auszukosten. Dies ist auch nur ein klitzekleiner Einblick und letztendlich hat Barcelona noch so viel mehr zu bieten. Zieh einfach los und atme den Flair der Stadt ein – ich verspreche dir, er wird dich erreichen!

Noch ein letzter Tipp bevor du dich in das Abenteuer stürzt: Shopping geht in Barcelona ganz wunderbar und du solltest dir die Zeit nehmen die vielen kleinen Läden und Designer zu entdecken. Barcelona hat eine so vielfältige Kunst-, Mode- und Designerszene, die es zu erkunden gilt. Gerade Jungdesigner bieten tolle Mode made in Barcelona für super Preise an! Also steck am besten noch ein bisschen Taschengeld ein und bring dir ein „Souvenir“ mit, das du quasi für immer tragen kannst.