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Dieses Label zeigt, wie Diversität funktionieren kann

Blicken wir uns in der Dessous-Branche um, wirkt diese oftmals wenig inklusiv. Von den Plakaten in den Städten lächeln uns Topmodels in Spitzenhöschen zu. Die Kataloge sind gut gefüllt mit einer makellosen Kleidergröße 34/36 und oftmals ist es schwer sich vorzustellen, wie man wohl selbst in einem der tollen Teile aussieht.

Mode wird noch immer nicht für alle Frauen gemacht. Deswegen bekommen wir jedes Mal umso mehr Herzklopfen, wenn da Labels um die Ecke kommen, die es besser machen.

Eines dieser Labels ist auf jeden Fall Moons & Junes. Das dänische Unterwäsche-Label hat es sich zur Aufgabe gemacht Dessous so darzustellen, wie sie am Ende auch wirklich getragen werden. Ihre neue Serie „At Home“ hat uns deswegen direkt begeistert.

Hier werden tolle Frauen in ihren eigenen vier Wänden vorgestellt. Natürlich schön in Szene gesetzt mit den Teilen von Moons & Junes, aber eben nicht nur das. Jede Einzelne erzählt ihre Geschichte und schreibt einen Brief. An uns, aber auch an das System da draußen, was uns immer wieder einreden will, wir wären nicht gut genug.

My body is one of a non-binary, queer, Muslim, fat femme of color. In a neoliberal and capitalist logic, fat and non-white bodies are considered to be lazy, undesirable, gross, obscene, sick. To society, being fat means being a failure because if you had „tried hard enough“ to optimize your body, you would be athletic and slim and productive like „everyone“ else.

Aus At Home with Hengameh

Wie Modekampagnen 2018 funktionieren können, beweist Moons & Junes damit eindrücklich. Denn diese Frauen sind es, die wir auf den Bildern sehen wollen. Frauen, mit denen wir uns identifizieren können, die alle Facetten des weiblichen Körpers zeigen und die uns damit auch sagen: Hey, du bist gut, so wie du bist!

16 Frauen hat Moons & Junes zu Hause besucht und ihnen dabei zu gesehen, wie sie ganz alltägliche Dinge tun: tanzen, schminken, chillen. Die Bilder sind so wunderschön und eindringlich, dass wir sie euch auf keinen Fall vorenthalten wollen.

Einziger Wermutstropfen: die schönen (und by the way, super bequemen) Teile werden zwar fair, aber leider (noch nicht) nachhaltig hergestellt. Wenn Moons & Junes da noch eine Schippe drauflegen würden, wären sie ein nahezu perfektes (was ist schon perfekt?) Unterwäsche-Label.