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Diese Blogger*innen werden jetzt politisch!

Titelbild: Fashion Changers/Blogger Gegen Rechts

Chemnitz, Köthen, Lügenpresse. Hambacher Forst, RWE, Großkonzerne. Maaßen, „Merkel-Weg-Sprüche“ und Vetternwirtschaft. Es gibt gerade sehr viele, sehr diverse Gründe endlich wieder politischer zu werden. Zum Glück sehen nicht nur wir das so, sondern auch etliche Blogger*innen, die sich sonst vornehmlich im Lifestyle-Bereich bewegen.

Dank der Initiative von Fashion Changers kommen nun einige Schreibende zusammen, um gemeinsam noch stärker auf die Notwendigkeit der Politisierung unserer Generation aufmerksam zu machen. Das soll nicht nur anregen selbst wieder aktiver zu werden, sondern vor allem auch ein starkes Zeichen gegen Rechts setzen.

© Clem Onojeghuo

Darin liegt nämlich der Ursprungsgedanke. Nach den Vorfällen in Chemnitz war schnell klar, dass mehr getan werden muss. Wir können nicht immer nur tagesaktuell fleißig Bilder teilen und unseren Ärger ausdrücken und nach ein paar Tagen, manchmal auch Wochen, verstummen diese Stimmen. Wenn wir eins aus der letzten Zeit gelernt haben, dann dass Rechts auch nicht verstummt. Der/die Wutbürger*in geht nicht mehr weg. Sie organisieren sich, treten Parteien bei, gehen auf die Straßen und reden unentwegt über ihre politischen Ideologien.

Warum tun wir das nicht?

Wenn wir wollen, dass sich etwas zum Positiven verändert. Wenn wir wirklich einen politischen Diskurs wollen. Wenn wir unsere Themen in der Politik sehen wollen. Wenn wir nicht in einem nach Rechts gerückten Deutschland leben wollen, dann müssen wir dafür etwas tun! Und dafür reicht eben nicht das Drücken eines Like-Buttons. Wir sind teilweise so digital abgedriftet, dass wir die Realität da draußen verzerrt wahrnehmen. In unserer Onlinewelt scheinen all unsere Freund*innen grün, sozial, links, bunt zu sein. Und dann kommt eine neue Hochrechnung der Bundestagswahlen und die Blase platzt schneller als wir „Nazis raus“ rufen können.

[Weitere Artikel zu Politik und Gesellschaft:]
Feminismus im Rassismus
Die Alternative für Deutschland
Ein Besuch im Flüchtlingslager

Wir haben lange genug geschwiegen und in unseren Kreisen diskutiert. Nun sollten wir weitergehen. Wir sollten ins Gespräch kommen. Vor allem mit den Menschen, von denen wir nicht wissen, wo sie stehen. Vor allem mit den Menschen, die furchtbar unzufrieden sind. Und mit den Menschen, die von Politik nichts mehr wissen wollen, weil sie zu lange enttäuscht wurden.

Klar ist das der schwerste Teil, aber wenn wir alle stärker zusammenhalten und uns organisieren, wie Blogger Gegen Rechts es zeigt, können wir tatsächlich etwas bewegen. Und genau deswegen haben wir uns dieser Aktion angeschlossen und halten euch gerne auf dem Laufenden, was in den nächsten Tagen und Wochen noch passieren wird.

Geht raus, geht ins Gespräch und steht vor allem zu euren politischen Überzeugungen. Die Rechten tun dies auch. Und aktuell oftmals leider lauter als das demokratische Spektrum es vermuten lässt.

Diese Blogger*innen sind aktuell bei der Blogger Gegen Rechts Aktion dabei:

[Diese Liste wird erweitert, wenn sich weitere Blogger*innen anschließen.]

Alf-Tobias Zahn von GROSSVRTIG
Laura Mitulla von The Ognc
Jenni Hauwehde von Mehr Als Grünzeug
Bina Nöhr von Stryletz
Vreni Jäckle von Jäckle & Hösle
Maren Teichert von Minza Will Sommer
Ester Rühe und Anna Kessel von Die Konsumentin
Nina Lorenzen von Pink&Green
Phoebe Nicette von Phoenomenal
Franziska Schmid von Veggie Love
Johanna Misfeldt von Mintundmeer
Justine Siegler von Justine Kept Calm And Went Vegan
Mia Marjanovic von heylilahey
Peppermynta Mag
Sophia Hoffmann, vegane Köchin und Bloggerin
und unsere Wenigkeit: Not Another Woman Mag

Wie ihr Blogger Gegen Rechts unterstützen könnt

Verbreitet die Blogsposts, Artikel usw. in den sozialen Medien. Zeigt euren Freund*innen, dass wir wieder politischer werden müssen. Erhebt eure Stimme nicht nur online, sondern vor allem auch in der realen Welt da draußen. Kommentiert, liket und teilt, was das Zeug hält. 

Fotocredits:
Alf-Tobias Zahn, fotografiert von © René Zieger
Phoebe Nicette, fotografiert von © Lydia Hersberger
Vreni Jäckle, fotografiert von © Anna Steinert
Franziska Schmid, fotografiert von © Grit Siwonia