Brainfood // I’m sorry future generations.

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Dass Gesellschaftskritik schon immer Teil des Raps war, ist keine Neuigkeit. Sich aber ausschließlich in guter Mission Richtung positive Zukunft einzusetzen, hat schon Seltenheitswert. Prince Ea ist einer von den Guten. Mit seiner Musik setzt er sich dafür ein, dass Jugendliche vor allem eins lernen: Smart sein ist cool. Dafür gründete er SMARTiscool, eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat Bildung, Intelligenz, Verbundenheit und Kreativität auf der Welt zu verbreiten. (Smart = Sophisticating Millions and Revolutionizing Thoughts)

Prince Ea

© www.princeea.com

Prince Ea rappt über gesellschaftspolitische Themen, die junge Erwachsene und Jugendliche bewegen und ermutigt dazu sich für seine eigene Zukunft einzusetzen.
Heute brachte der 26-jährige Rapper aus St. Louis ein neues Video raus: „Dear future generations, Sorry.“ Ein Video was mich einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat. Wie steht es um unsere Zukunft? Was tue ich ganz persönlich dafür, dass unser Planet eine Zukunft hat?

Ergreifend findet Prince Ea entschuldigende Worte für die Generationen der Zukunft, die nicht die Möglichkeit haben werden die Einzigartigkeit unserer Erde zu bestaunen.

„Stealing our chance to ever seen the uniqueness.“
„I’m sorry future generations.“
„You don’t even know much about trees. Do you?“

Er rechnet mit einem System ab, das sich um sich selbst dreht. Einem System, in dem wir selbst gefangen sind und gefangen bleiben, wenn wir nicht anfangen etwas zu bewegen und Dinge möglich zu machen, um unsere Erde zu retten oder zumindest das, was davon übrig bleibt.

„Most of us today don’t even care about tomorrow.“
„We use nature as a credit card.“
„We call this destruction progress.“

Ebenso wendet sich der Song an Politik und Medien, die in diesem verbitterten Kreislauf mitspielen und die Möglichkeiten, die sie hätten, nicht nutzen, um eine Veränderung anzustoßen.

„Hey FOX News, if you don’t think climate change is a threat I dare you to interview the thousands of homeless people in Bangladesh. […] their homes were literally washed away […] due the rising sea levels.“

Doch Prince Ea bleibt nicht dort stehen, er spricht nicht nur resigniert seine Zeilen runter, sondern fordert dazu auf aus diesem System auszubrechen und selbst der Stein zu sein, der Veränderung ins Rollen bringt.

„We can redirect this!“
„We must globally warm our hearts.“

Und nicht nur, dass er die Leute durch die Kamera direkt anspricht. Nein, er geht auch noch auf einen ganz wesentlichen Punkt ein. Selbst wenn du schon engagiert bist und für gewisse Dinge kämpfst, sind diese alle nichts wert, wenn unsere Umwelt zugrunde geht. Es gibt viele wichtige Themen, für die wir uns einsetzen, für die wir kämpfen können, doch was ist das wert, wenn unsere Natur dennoch zerbricht? Wenn nachfolgenden Generationen der Sauerstoff zum Atmen fehlt? Wenn die Sonne so heiß wird, dass unsere Erde eine einzige Wüste ist?

„Whatever you are fighting for, racism or poverty, feminism, gay rights or any type of equality, it won’t matter in the least because if we don’t all work together to save the environment we will be equally extinct.“

Puh, das hat gesessen! Mir hat es einen weiteren Denkanstoß gegeben. Ja, es gibt viele Themen auf dieser Erde für die es sich lohnt zu kämpfen, doch vielleicht sollten wir ganz besonders daran denken, was unsere Erde ausmacht: unsere Umwelt, unsere Natur, die wir jeden Tag systematisch zerstören.

Prince Ea hat dieses Video zusammen mit der Organisation Stand for Trees gemacht und promotet damit den Schutz des Waldes und der Bäume. Er hinterfragt und ja, er hinterfragt vor allem auch unseren eigenen Lebensstil. Tun wir etwas, damit zukünftige Generationen eine Chance auf ein Leben haben so wie es uns vergönnt ist oder drehen wir uns nur um uns selbst und haben #yolo bereits in unser Herz gebrannt?

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