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5 Dinge, die du jetzt tun kannst, wenn dir der Hambacher Forst wirklich wichtig ist

Titelbild: © Axel Hartmann via Flickr

Der Hambacher Forst ist plötzlich in aller Munde. Nicht zuletzt dank der sozialen Medien, die es heutzutage jeder/m ermöglichen auf ganz einfache Art und Weise Teil einer gesellschaftlichen Bewegung zu werden. Oder zumindest scheinbar. Denn während Tausende von Facebook User*innen fleißig Bilder über den Hambacher Forst teilen, hat dessen Stunde womöglich bald zum letzten Mal geschlagen. Der Energiekonzern RWE ist kurz davor ab Mitte Oktober den letzten noch verbleibenden Teil des letzten großen Mischwald Mitteleuropas zu roden, um an die Braunkohle zu kommen, die sich unter den Wurzeln der teils 350 Jahre alten Bäume befindet. Dafür wird nicht nur in Kauf genommen den für uns lebensnotwendigen Wald zu zerstören, sondern auch vom Aussterben bedrohten Tierarten wie z.B. der Bechsteinfledermaus ihren Lebensraum zu nehmen. 

Deswegen sollten und können wir alle noch viel mehr tun als lediglich ein Bild zu teilen. Welche Maßnahmen du jetzt ergreifen kannst, um dich aktiv für den Hambacher Forst einzusetzen, erfährst du hier:

Hambacher Forst © Johannes Fasolt

1. Wechsle deinen Stromanbieter

Das wohl offensichtlichste zuerst: wechsle deinen Stromanbieter, wenn du noch immer Strom von einem Großkonzern beziehst. Womöglich von RWE selbst? Sollte dir dein Haushaltsstrom bis dato egal gewesen sein, ist es allerspätestens jetzt höchste Zeit dies zu ändern. Auch andere Konzerne wie z.B. Vattenfall begehen große Umweltsünden, um die Energie für Millionen von Haushalten weiterhin zu liefern – ohne etwas am eigenen Geschäftsmodell ändern zu müssen. Auf der sicheren Seite bist du eigentlich  nur, wenn du dir einen 100% Ökostrom-Anbieter suchst. 

Mögliche  Anbieter:

Greenpeace Energy
Lichtblick
Naturstrom

Schaut am besten bei euch in der Region, welche Anbieter es gibt, die wirklich 100% Ökostrom liefern und nicht doch noch irgendwie mit Braunkohlelieferungen verbandelt sind.

*Edit: Hier gibt’s direkt die Kündigungsvorlage zu RWE! 

2. Unterschreibe Online-Petitionen

Klar, es ist einer der kleinsten Schritte, die du tun kannst. Aber immerhin schon mehr als nur ein Bild zu teilen oder ein trauriges Smiley unter einem #hambibleibt Post zu hinterlassen. Diese Petition von Greenpeace benötigt aktuell noch ein paar Unterschriften, um die Forderungen einzureichen: Hambacher Wald: Retten statt Roden

© Axel Hartmann/Flickr

3. Geh‘ auf die Straße

Wenn sich in den letzten Tagen eins gezeigt hat, dann, dass wir noch viel lauter werden müssen, um unsere Forderungen nach einer lebenswerten Gesellschaft deutlich zu machen. Egal bei welchem Thema! Derzeit werden einige Kundgebungen und Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forsts initiiert. Selbst, wenn du nicht selbst vor Ort sein kannst, und das kann immer sein, kannst du aktiv Freunde und Familie darauf aufmerksam machen und so viele Menschen wie möglich mobilisieren, um deutlich zu zeigen, dass es viele Menschen gibt, die mit der Vorgehensweise nicht einverstanden sind.

Hier einige wichtige Veranstaltungen in den kommenden Tagen:

20.09. Respect existence or expect resistance – Hambacher Forst bleibt! in Reykjavik

22.09. Bassen statt Baggern! Ende Gelände Berlin Soliparty in Berlin

22.09. Hambacher Forst bleibt! in Bremen

22.09. Exkursion zum Hambacher Wald in Münster

23.09. Waldspaziergang am Hambacher Wald in Buir

24.09. Knit In + Info: Die rote Linie für den Hambacher Forst in Berlin

26.09. Hambi Bleibt – Demo am RWE Turm in Essen

26.09. Hambi bleibt! Mahnwache mit Fotoausstellung in Bochum

26.09. Soli-Demo Hambacher Forst in Hamburg

27.09. Kohleausstieg sofort – Hambacher Forst bleibt bei Hamburg

28.09. Mobi-Vortrag im Kallasch in Berlin

29.09. End Coal Demonstration in Köln

29.09. #RettetHambi am Hambacher Forst

29.09. HambiBleibt – Gruppenaktionstag in Zittau

01.10. Hambi-Support Vollversammlung in Wien

06.10. Wald retten! Kohle stoppen! in Buir bzw. direkt im Hambacher Forst

14.10. Wir Wehren Uns am Hambacher Forst

4. Initiativen aktiv unterstützen

Du findest gerade nicht die Zeit selbst mehr zu machen? Dann wende dich an die, die schon aktiv sind. Es gibt bereits etliche Vereine und Initiativen, die sich gegen die Rodung des Hambacher Forsts einsetzen und immer Unterstützung benötigen, um ihre Arbeit in dem Rahmen fortzuführen. Sei es mit Geld, Bekanntheit oder wirklich aktivem Zutun in Form von Anwesenheit.

Einige für den Anfang:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Facebook
Website

Campact e.V.
Facebook
Website

Buirer für Buir
Facebook
Website

Soli für Hambi
Facebook

AufBäumen gegen Kohle
Facebook
Website

Hambacher Forst Org
Facebook

Website

5. Der Hambacher Forst ist nur der Anfang

Wenn man etwas Positives aus solchen Ereignissen ziehen kann, dann die Gewissheit, dass mit der medialen Aufmerksamkeit auf einmal Themen akut werden, die sonst eher unsexy in der Seitenspalte verschwinden. Nutzen wir diese Energie! Es ist nicht nur RWE, die uns Lebensqualität nehmen. Es gibt noch so viel mehr Großkonzerne, die immer mehr Erde und Rohstoffe beanspruchen. Oftmals im Stillen, sodass wir als Verbraucher*innen dies gar nicht bemerken. Wir können anfangen darüber nachzudenken, was wir kaufen, wen wir unterstützen. Wo unser Geld und unsere Energie hinfließt. Du hast den Stromanbieter bereits gewechselt? Super! Woher kommt dein Gas? Welche Lebensmittel kaufst du? Wer hat deine Kleidung gemacht? 

Zu viel auf einmal? Auch ok. Suche dir eine Sache, auf die du dich die nächsten Wochen konzentrieren möchtest und ändere dort wirklich aktiv etwas. Du musst nicht alles auf einmal tun. Hauptsache du tust etwas. Und fängst du erstmal an, kommt der Rest früher oder später von ganz allein. Happy acitivism!

©  Axel Hartmann/Flickr

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