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10 Filme für kalte Tage

Während es draußen kalt und eisig wird, muckeln wir uns drinnen ein und machen Netflix & Co. unsicher. Unsere Film-Highlights in diesen Tagen findet ihr hier. Viel Spaß beim Gucken und Einmummeln!

Snowden

Wer noch einmal ganz genau wissen will, wie sich das eigentlich damals mit der ganzen Snowden-Affäre zugetragen hat, ist hier richtig. In Snowden wird die Geschichte aus der Perspektive des ehemaligen CIA-Mitarbeiters erzählt. Das Spannende daran: Man bekommt einen guten Einblick, warum sich Snowden entschied zum Whistleblower zu werden. Aufrüttelnd!

Frida

Auch bei Frida blicken wir in das Leben einer realen Person. Frida Kahlo, die mexikanische Malerin, die mit ihrem Schaffen und Leben zur Bekanntheit lateinamerikanischer Kunst beitrug und Anfang des 20. Jahrhundert ein neues, freies, selbstbestimmtes Frauenbild in Mexiko prägte. Salma Hayek ist dabei eine fantastische Frida!

Sierra Burgess is a Loser

In der amerikanischen Komödie werden mal wieder altbekannte Highschool-Probleme auf die Bildschirme gebracht. Und dennoch teilweise neu und zeitgemäß interpretiert. Es geht, natürlich, um Liebe und um den Kampf, ob nun Äußerlichkeiten oder Charakter ausschlaggebender sind, um sich zu verlieben, aber auch um im Leben zu bestehen. Dieser Film und eine große Tafel Schokolade gehen auf jeden Fall gut zusammen!

Assasination Nation

Assasination Nation ist eine brandaktuelle, und doch trashige, Auseinandersetzung mit dem heutigen Umgang von Social Media und Gesellschaft. Was teilen wir eigentlich mit wem? Und welche Auswirkungen hätte dies, wenn unsere digitalen Geheimnisse die für sie bestimmten Geräte verlassen? Der Film ist voll von schwarzem Humor, düsteren Szenarien, aber auch einer kritischen Betrachtung des heutigen Frauenbild (Hallo Sexismus!) und feministischen Perspektiven, die teilweise in sehr radikaler Form und expliziter Sprache rüber gebracht werden. Weiteres Bonbon: die Diversität der Darsteller*innen und glücklicher Weise ein guter Cast für die richtigen Rollen (Hari Nef, selbst transsexuelle Schauspielerin, spielt die transsexuelle Bex). Aufgrund der ausufernden Gewalt á la The Purge im zweiten Teil des Films jedoch definitiv nichts für schwache Nerven!

Arrival

Eine der Top-Filme der letzten Jahre mit einer wunderbaren Amy Adams, die die beeindruckende Hauptrolle der Dr. Louise Banks spielt. Die Geschichte: Auf der Erde sind an vielen Orten außerirdische Raumschiffe gelandet und es liegt nun an den unterschiedlichen Nationen herauszufinden, was die vermeintlichen Eindringlinge von den Menschen wollen. Dr. Louise Banks ist Linguistik-Expertin und soll es schaffen mit den Wesen in dem Raumschiff zu kommunizieren. Dies passiert auf sehr eindringliche, emotionale Art und Weise und schnell wird klar, dass es um viel mehr geht als schlichte Kommunikation. Wahnsinnig schön erzählt mit unglaublicher Kino-Musik von Jóhann Jóhannsson. 

Der fremde Sohn

Angelina Jolie kämpft als Christine Collins in den Zwanziger Jahren um ihr Recht als Mutter und Frau. Nachdem ihr Sohn Walter verschwunden ist und die Polizei ihr diesen fünf Monate später vermeintlich unversehrt zurückbringt, weiß Christine sofort, dass es sich bei dem Jungen nicht um ihren Sohn handelt. Das Problem: Keiner will ihr Glauben schenken. Und so muss sie allen Widrigkeiten zum Trotz gegen die Korruption der Polizei und den Staatsapparat kämpfen. Beeindruckend verletzlich von Angelina Jolie gespielt und trotz teils maßloser Spannung herrlich undramatisierend! Im Orginal: Changeling

Alte Zöpfe

Alte Zöpfe (im Original: Nappily ever after) macht trotz Klischee-Hollywood-Komödie doch einiges richtig. Denn zum einen dreht sich der Film um einige Schwierigkeiten von People of Color und zum anderen setzt er sich mit vielen Themen unserer Zeit wie Sexismus in der Werbung, dem Missverhältnis zwischen arm und reich und Perfektion vs. Selbstbestimmung auseinander. Natürlich kann man ihm vorwerfen, dass das teilweise nicht besonders tief geht und in manchen Szenen auch Rollenklischees reproduziert werden. Jedoch ist es dennoch erfrischend zu sehen, dass eine Liebeskomödie, und das soll der Film sein im Gegensatz zu einer gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung, sich mit Charakteren und Fragestellungen auseinandersetzt, die oftmals in Hollywood-Schnulzen untergehen. So schafft es Haifaa al-Mansour als erste saudi-arabische Filmemacherin zwar nicht einen wirklich veränderenden Film zu kreieren, lässt uns aber dennoch an kalten Tagen ein wenig das Herz aufgehen.

Bohemian Rhapsody

Die Geschichte von Queen läuft aktuell im Kino. Und sollte auch unbedingt dort gesehen werden. Rami Malek (bekannt aus Nachts im Museum und Mr. Robot) spielt überaus beeindruckend den Hauptakteur Freddie Mercury, dessen tragische Geschichte in Bohemian Rhapsody nochmal, wenn auch teils biografisch nicht ganz korrekt, mehr als deutlich wird. Die Erzählung beginnt in London 1970, wo Freddie Mercury noch nicht Freddie Mercury war und Queen noch kein Name, den heute die ganze Welt kennt. Wie es zu dem unfassbaren Erfolg kam und warum die Geschichte 1985 in Live Aid im Wembley-Stadion mündete, zeigen 135 eindrucksvoll inszenierte Minuten voller Musikgeschichte. Wenn auch sehr zentralisiert auf Freddie Mercury sicherlich einer der besten Musikfilm unserer Zeit!

Florence Foster Jenkins

Und noch ein Film basierend auf einer wahren Begebenheit und mit einer absoluten Lieblingsschauspielerin. Meryl Streep spielt die exzentrische, reiche Erbin Florence Foster Jenkins, die im Leben quasi alles hat. Und dennoch mehr will. Sie ist nämlich felsenfest davon überzeugt eine Karriere als große Opernsängerin zu starten und verkennt dabei völlig, dass es dabei ein klitzekleines Manko gibt: ihr fehlendes Gesangstalent. Jenkins ist von ihrer Leistung überzeugt wohingegen alle in ihrem Umfeld, insbesondere ihr Mann St. Clair Bayfield (gespielt von Hugh Grant), sie vor der Peinlichkeit eines öffentlichen Auftritts schützen wollen. Dramatisch und lustig zu gleich!

Mogli: Legende des Dschungels

Die Neuverfilmung des Dschungelbuchs ist ebenso Filmabenteuer pur. Zur Geschichte muss man wohl nicht viel sagen, hat diese doch sicherlich die meisten von uns in unserer Kindheit begleitet. Und dennoch ist Mogli nochmal ganz neu und anders. Denn die wirklich gelungenen Animationen machen den Film zu einem richtigen Kinoabenteuer. Und auch die Besetzung der Tiere ist absolut Hollywoodreif: Benedict Cumberbatch als Shere Khan, Christian Bale als Bagheera und Cate Blanchett als Kaa. Netflix hat sich die exklusiven Rechte des Films gesichert und hat Mogli ab dem 7. Dezember im Programm.

Titelbild Copyright: © Tina Rowden / Netflix, © 20th Century Fox, © Paramount Pictures, © Netflix, © Miramax