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Soulfood // Asiatischer Misotraum

Ja, wir müssen gestehen: wir sind echte Suppenfans! Und was gibt es schöneres als bei diesem Mistwetter eine heiße Suppe zu schlürfen? Wenn du dir mal wieder so richtig Zeit zum Kochen nehmen willst und die regnerischen Frühlingstage einfach nur zu Hause verbringen möchtest, haben wir hier genau das richtige Rezept. Es dauert Stunden, macht aber am Ende umso glücklicher und hat sich in kürzester Zeit zum Lieblingsgericht gemausert:

DIE SELBSTGEMACHTE MISO-SUPPE
aka asiatischer Misotraum (nach Attila Hildmann)

Du kannst die Zubereitungszeit übrigens ganz leicht verkürzen, in dem du fertigen Fond nimmst oder die Brühe schon für mehrere Portionen vorbereitest und einfrierst für die nächste Miso-Party.

DU BRAUCHST:
Für den Sud:

2-3 rote Zwiebeln
1-2 Suppengrün‘s (Möhren, Sellerie und Lauch sollten auf jeden Fall dabei sein)
3 Knoblauchzehen
ein großes Stück Ingwer
ca. 1/3 eines Rotkohlkopfs
eine halbe Chilischote (oder mehr, wenn du die scharfe Küche bevorzugst)
ein gutes Öl z.B. Olivenöl
1/4 l Wasser
ein Bund Petersilie
3 Lorbeerblätter
abgeriebene Zitronenschale (Achtung: unbedingt Bio kaufen!)
4 getrocknete Tomaten (in Öl)
15 Pfefferkörner
3 EL Sojasauce
1 EL Misopaste aus dem Asia- oder Bioladen
Salz

Als Suppeneinlage:
Im Prinzip jegliche Gemüsesorte, die dir besonders gut schmeckt.

1 Möhre
1 Paprika
1 Zucchini
ein halber Brokkoli
ein paar Champignons oder, wenn du sie bekommst, Shiitake-Pilze, die sind noch asiatischer angehaucht
Frühlingszwiebel
Sojasprossen
Sobanudeln aus dem Asia- oder Bioladen

NAWM Miso-Suppe

Gemüse für den Sud schälen oder waschen und klein schneiden. Dabei musst du nicht besonders sorgfältig vorgehen, sondern kannst gerne grob hacken. Zwiebeln, Knoblauch und Chili ebenso grob schneiden. Öl in einem größeren Topf kurz erhitzen und alles Geschnittene hineingeben. Für einige Minuten gut anbraten lassen. Nach ca. 5-10 Minuten das Wasser hinzugeben und aufkochen lassen.
Danach gibst du alle weitere Gewürze – Petersilie (grob geschnitten), Lorbeerblätter, Zitronenschale, getrocknete Tomaten und Pfeffer – dazu. Jetzt muss das Ganze ca. eine halbe Stunde vor sich hinköcheln.

Kleiner Tipp: Solltest du mehr Brühe herstellen möchten, reicht es mehr Wasser aufzugießen und bei den Gewürzen noch etwas nachzuhelfen!

Während der Sud nun vor sich hinbrodelt, kannst du schon das Gemüse für die Suppeneinlage schnippeln. Dabei ist es ganz dir überlassen in welcher Form dies geschieht. Es empfiehlt sich aber mundgerechte Stücke anzufertigen. Karotten, Paprika und Zucchini lassen sich super in Streifen schneiden, den Brokkoli in kleine Röschen zupfen, die Pilze in Scheiben schneiden oder vierteln und die Frühlingszwiebel in hübsche Ringe zerteilen.
Sobald der Sud gut durchgekocht ist, lässt du alles in einem Sieb abtropfen und fängst dabei die entstandene Brühe auf. Für das Gemüse gibt es leider keine weitere Verwendung es sei denn du besitzt ein kleines Hausschwein, das die Leckereien wegmümmeln kann.
Den so gewonnen Sud mischt du nun mit Sojasauce und der Misopaste. Diese stellt sich manchmal etwas mürrisch an, sodass du hier etwas Geduld brauchst bis sich alles gut vermischt hat.
Das Gemisch wird nun wieder in einen Topf (oder wahlweise auch in einen Wok) verfrachtet. Dein geschnittenes Gemüse zu dem Sud geben und alles nochmals gut durchkochen. Damit die Pilze nicht zu matschig werden, diese erst später (nach ca. 5 Minuten) dazugeben. Auch die Sobanudeln finden jetzt ihren Einsatz. Es reichen ca. 100g – 150g.

Kleiner Tipp: Solltest du mehr Pepp wollen, die Pilze vorher noch extra anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Und nun ist sie endlich fertig: der unglaublich leckere, aber leider auch so aufwendige asiatische Miso-Traum. Meshi agare! (japanisch für: Guten Appetit!)