I’M A NASTY WOMAN.

502 Views |  Like

Der #womensmarch, der am Samstag weltweit Menschen fĂŒr eine bessere Zukunft auf die Straßen unserer StĂ€dte brachte, hat in vielerlei Hinsicht fĂŒr Aufsehen gesorgt. Und das im positivsten Sinne!
Aber eine Botschaft, ist uns ganz besonders im GedÀchtnis geblieben. Eine tiefe, feministische Botschaft. Geschrieben von Nina Mariah (Donovan), am Samstag wunderbar vorgetragen von Ashley Judd. Hell yeah!

Und weil es ein so bemerkenswerter Text ist, und er dennoch nach Recherchen nun schon des Öfteren voller Hass im Netz verrissen wurde, mĂŒssen wir ihn euch einfach noch mal ĂŒbersetzt prĂ€sentieren! đŸ”„

Ich bin eine böse Frau!

Nicht so böse wie ein Mann, der aussieht als wĂŒrde er in Cheeto-Staub baden. Nicht so böse, wie ein Mann, der ein beleidigender Weg fĂŒr Amerika ist. Von RĂŒcken zu gebrochenem RĂŒcken, auf denen er herumtrampelt. Seine Worte sind nichts als weißer LĂ€rm, der diese Nationalhymne ruiniert. Ich bin nicht so böse, wie die Konföderiertenflaggen, die quer ĂŒber meine Stadt gepflastert werden. Vielleicht wird der SĂŒden wieder emporsteigen oder vielleicht ist er auch nie gefallen, denn wir ertrinken noch immer in Vanille-ĂŒberzogener Macht. Die Sklaverei wurde nur in GefĂ€ngnissystem uminterpretiert. Schwarze liegen noch immer in Fesseln und GrĂ€bern, nur weil sie schwarz sind. Und dass vor Menschen, die Melanin als Tierhaut sehen. Nenne mir nur eine Dekade, die keine Spur weißer HĂŒte hatte und euren Glauben an die Menschheit verbrannt hat. Ich bin nicht so böse wie eine Swatiska („Hakenkreuz“), die auf eine Regenbogenflagge gemalt ist. Und ich wusste nicht, dass Teufel wieder ausgegraben werden können, aber ich fĂŒhle Hitler in diesen Straßen. Ein Bart, der gegen ein Toupet eingetauscht wurde. Die Nazis haben das Kabinett umbenannt. Bekehrungstherapien sind die neuen Gaskammern. Die Homosexuellen werden aus Amerika heraus geschĂ€mt und auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Regenbogen werden zu Abschiedsbriefen. Ich bin nicht so böse wie Rassismus oder Heuchler oder Homophonie oder LĂŒgen oder Transphobie,  sexuelle BelĂ€stigung, weiße Vorherrschaft, weiße Privilegien, Ignoranz oder Frauenhass. Nicht so böse wie MĂ€dchen zu tauschen wie PokĂ©mon, bevor ihre Körper ĂŒberhaupt erwachsen sind. Nicht so böse wie deine eigene Tochter als liebstes Sexsymbol zu haben. Wie feuchte TrĂ€ume, die mit deinen eigenen Genen durchtrĂ€nkt sind. Aber ja! Ich bin eine böse Frau. EineÂ ĂŒble, mĂŒrrische, schlampige, laute, böse Frau! Nicht so böse wie die Kombination aus Trump und Pence, die mir in meiner Wahlkabine zur  Wahl serviert wurde.

Aber ich bin so böse wie die KĂ€mpfe, die Frauen fĂŒhren mussten, um mich in diese Wahlkabine zu bekommen. So böse wie der Kampf um Lohngerechtigkeit. So böse wie die GesprĂ€che, die versuchen die Menschen daran zu erinnern, dass diese Einkommensdifferenz existiert. ErzĂ€hl mir, dass es diese nur gibt, weil Frauen normalerweise Jobs in schlechter bezahlten Bereichen wĂ€hlen. Warum bekamen die Top-Schauspielerinnen dann letztes Jahr nur die HĂ€lfte von dem was Top-Schauspieler verdienen? Ist dir schon einmal aufgefallen, dass das Weltmeister-Regal der U.S.-Fußball-Herrenmannschaft so leer ist wie Trumps Versprechungen? Doch das Frauen-Team hat in drei Weltmeisterschaften gepunktet und machte in 2015 20 Millionen Dollar mehr Umsatz als das mĂ€nnliche Team, bekommt aber immer noch 75% weniger bezahlt? Siehst du, auch wenn Frauen sich fĂŒr gut bezahlte Karrieren entscheiden, werden ihre Löhne immer noch von Testosteron geschĂ€rften Klingen beschnitten. Sag mir, warum ist die Arbeit einer schwarzen und einer hispanischen Frau nur 63 und 54 Prozent eines privilegierten Lohnschecks eines weißen Mannes wert?  Das ist kein feministischer Mythos. Das ist Ungleichheit.

Wir sind nicht hier um entlarvt zu werden. Wir sind hier um respektiert zu werden. Wir sind hier um böse zu sein wie blutbefleckte Bettlaken. Falls du es vergessen haben solltest, Frauen können sich nicht aussuchen wann und ob sie ihre Periode bekommen. Vertrau mir, wenn wir könnten, wĂŒrden wir! Wir mögen es nicht unsere LieblingsunterwĂ€sche wegzuschmeißen. Aber MĂ€nner können wĂ€hlen keinen Sex zu haben. Und sie wissen wie es ist ohne viel Haar auf dem Kopf zu leben. Also warum werden Tampons und Binden immer noch besteuert und Viagra und Rogaine nicht? Ist deine Erektion wirklich mehr wert als den schmutzigen Teil meiner Weiblichkeit zu schĂŒtzen? Ist das AusdĂŒnnen deiner Haare tatsĂ€chlich peinlicher als die Blutflecken auf meiner Jeans? Ich weiß, es erscheint belanglos mich ĂŒber eine paar Extra-Cents zu beschweren, aber es ist nur die Vollendung eines Haufens voller Wechselgeld, das ich bereits in diesem Land spĂŒren muss. Also versuche nicht deine Ungerechtigkeiten mit Entschuldigungen zu rechtfertigen, die wie deine Sicherheit riechen, wenn du allein zur Toilette gehst oder zu deinem Auto oder die Straße hinunter. Sicherheit, die meine Augen erst sehen, wenn sie nicht zu beschĂ€ftigt wĂ€ren meine FĂŒĂŸe anzubeten. Also verwechsele Augenkontakt nicht mit körperlichen Kontakt wollen. Ich habe mein LĂ€cheln fest verschlossen, sodass du nicht denken könntest, ich will deine Jeans aufmachen. Ich weiß, du vergisst die Betrachtung deines eigenen Privilegs zu untersuchen. Du hast vielleicht Angst vor der Wahrheit. Aber ich habe keine Angst ehrlich zu sein. Ich habe keine Angst böse zu sein. Ja, ich bin böse wie der Kampf von Frauen immer noch Gleichberechtigung in diese Welt zu schlagen, denn unsere Rechte wurden zu lange aus uns heraus geschlagen. Und unser Kampf wird weitergehen, um unsere Bosheit zu verkörpern. Ich bin so böse wie rote, weiße und blaue Flecken. Böse wie Elizabeth, Amelia, Rosa, Eleanor, Condoleezza, Sonia, Malala, Michelle. Unsere MĂŒtter, unsere Schwestern, wir. Alle Schwestern sind so böse wie die Geschichte. Und unsere Muschis sind nicht dafĂŒr gemacht angepackt zu werden. Sie sind dafĂŒr da, um dich daran zu erinnern, dass unsere Mauern stĂ€rker sind als Amerikas jemals sein werden. Sie sind dafĂŒr da, um neue Generationen dreckiger, vulgĂ€rer, herrischer, mutiger, stolzer, böser Frauen auf diese Welt zu bringen. Also, wenn du eine böse Frau bist, gib mir ein: Hell yeah! (oh ja!) 

Hell yeah!
âœŠđŸ»âœŠđŸŒâœŠđŸœâœŠđŸŸâœŠđŸż

Und so hat sich das Ganze bei Ashley beim Women’s March in D.C. angehört:

Was sagst du dazu?

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.