I’M A NASTY WOMAN.

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Der #womensmarch, der am Samstag weltweit Menschen für eine bessere Zukunft auf die Straßen unserer Städte brachte, hat in vielerlei Hinsicht für Aufsehen gesorgt. Und das im positivsten Sinne!
Aber eine Botschaft, ist uns ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Eine tiefe, feministische Botschaft. Geschrieben von Nina Mariah (Donovan), am Samstag wunderbar vorgetragen von Ashley Judd. Hell yeah!

Und weil es ein so bemerkenswerter Text ist, und er dennoch nach Recherchen nun schon des Öfteren voller Hass im Netz verrissen wurde, müssen wir ihn euch einfach noch mal übersetzt präsentieren! ?

Ich bin eine böse Frau!

Nicht so böse wie ein Mann, der aussieht als würde er in Cheeto-Staub baden. Nicht so böse, wie ein Mann, der ein beleidigender Weg für Amerika ist. Von Rücken zu gebrochenem Rücken, auf denen er herumtrampelt. Seine Worte sind nichts als weißer Lärm, der diese Nationalhymne ruiniert. Ich bin nicht so böse, wie die Konföderiertenflaggen, die quer über meine Stadt gepflastert werden. Vielleicht wird der Süden wieder emporsteigen oder vielleicht ist er auch nie gefallen, denn wir ertrinken noch immer in Vanille-überzogener Macht. Die Sklaverei wurde nur in Gefängnissystem uminterpretiert. Schwarze liegen noch immer in Fesseln und Gräbern, nur weil sie schwarz sind. Und dass vor Menschen, die Melanin als Tierhaut sehen. Nenne mir nur eine Dekade, die keine Spur weißer Hüte hatte und euren Glauben an die Menschheit verbrannt hat. Ich bin nicht so böse wie eine Swatiska („Hakenkreuz“), die auf eine Regenbogenflagge gemalt ist. Und ich wusste nicht, dass Teufel wieder ausgegraben werden können, aber ich fühle Hitler in diesen Straßen. Ein Bart, der gegen ein Toupet eingetauscht wurde. Die Nazis haben das Kabinett umbenannt. Bekehrungstherapien sind die neuen Gaskammern. Die Homosexuellen werden aus Amerika heraus geschämt und auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Regenbogen werden zu Abschiedsbriefen. Ich bin nicht so böse wie Rassismus oder Heuchler oder Homophonie oder Lügen oder Transphobie,  sexuelle Belästigung, weiße Vorherrschaft, weiße Privilegien, Ignoranz oder Frauenhass. Nicht so böse wie Mädchen zu tauschen wie Pokémon, bevor ihre Körper überhaupt erwachsen sind. Nicht so böse wie deine eigene Tochter als liebstes Sexsymbol zu haben. Wie feuchte Träume, die mit deinen eigenen Genen durchtränkt sind. Aber ja! Ich bin eine böse Frau. Eine üble, mürrische, schlampige, laute, böse Frau! Nicht so böse wie die Kombination aus Trump und Pence, die mir in meiner Wahlkabine zur  Wahl serviert wurde.

Aber ich bin so böse wie die Kämpfe, die Frauen führen mussten, um mich in diese Wahlkabine zu bekommen. So böse wie der Kampf um Lohngerechtigkeit. So böse wie die Gespräche, die versuchen die Menschen daran zu erinnern, dass diese Einkommensdifferenz existiert. Erzähl mir, dass es diese nur gibt, weil Frauen normalerweise Jobs in schlechter bezahlten Bereichen wählen. Warum bekamen die Top-Schauspielerinnen dann letztes Jahr nur die Hälfte von dem was Top-Schauspieler verdienen? Ist dir schon einmal aufgefallen, dass das Weltmeister-Regal der U.S.-Fußball-Herrenmannschaft so leer ist wie Trumps Versprechungen? Doch das Frauen-Team hat in drei Weltmeisterschaften gepunktet und machte in 2015 20 Millionen Dollar mehr Umsatz als das männliche Team, bekommt aber immer noch 75% weniger bezahlt? Siehst du, auch wenn Frauen sich für gut bezahlte Karrieren entscheiden, werden ihre Löhne immer noch von Testosteron geschärften Klingen beschnitten. Sag mir, warum ist die Arbeit einer schwarzen und einer hispanischen Frau nur 63 und 54 Prozent eines privilegierten Lohnschecks eines weißen Mannes wert?  Das ist kein feministischer Mythos. Das ist Ungleichheit.

Wir sind nicht hier um entlarvt zu werden. Wir sind hier um respektiert zu werden. Wir sind hier um böse zu sein wie blutbefleckte Bettlaken. Falls du es vergessen haben solltest, Frauen können sich nicht aussuchen wann und ob sie ihre Periode bekommen. Vertrau mir, wenn wir könnten, würden wir! Wir mögen es nicht unsere Lieblingsunterwäsche wegzuschmeißen. Aber Männer können wählen keinen Sex zu haben. Und sie wissen wie es ist ohne viel Haar auf dem Kopf zu leben. Also warum werden Tampons und Binden immer noch besteuert und Viagra und Rogaine nicht? Ist deine Erektion wirklich mehr wert als den schmutzigen Teil meiner Weiblichkeit zu schützen? Ist das Ausdünnen deiner Haare tatsächlich peinlicher als die Blutflecken auf meiner Jeans? Ich weiß, es erscheint belanglos mich über eine paar Extra-Cents zu beschweren, aber es ist nur die Vollendung eines Haufens voller Wechselgeld, das ich bereits in diesem Land spüren muss. Also versuche nicht deine Ungerechtigkeiten mit Entschuldigungen zu rechtfertigen, die wie deine Sicherheit riechen, wenn du allein zur Toilette gehst oder zu deinem Auto oder die Straße hinunter. Sicherheit, die meine Augen erst sehen, wenn sie nicht zu beschäftigt wären meine Füße anzubeten. Also verwechsele Augenkontakt nicht mit körperlichen Kontakt wollen. Ich habe mein Lächeln fest verschlossen, sodass du nicht denken könntest, ich will deine Jeans aufmachen. Ich weiß, du vergisst die Betrachtung deines eigenen Privilegs zu untersuchen. Du hast vielleicht Angst vor der Wahrheit. Aber ich habe keine Angst ehrlich zu sein. Ich habe keine Angst böse zu sein. Ja, ich bin böse wie der Kampf von Frauen immer noch Gleichberechtigung in diese Welt zu schlagen, denn unsere Rechte wurden zu lange aus uns heraus geschlagen. Und unser Kampf wird weitergehen, um unsere Bosheit zu verkörpern. Ich bin so böse wie rote, weiße und blaue Flecken. Böse wie Elizabeth, Amelia, Rosa, Eleanor, Condoleezza, Sonia, Malala, Michelle. Unsere Mütter, unsere Schwestern, wir. Alle Schwestern sind so böse wie die Geschichte. Und unsere Muschis sind nicht dafür gemacht angepackt zu werden. Sie sind dafür da, um dich daran zu erinnern, dass unsere Mauern stärker sind als Amerikas jemals sein werden. Sie sind dafür da, um neue Generationen dreckiger, vulgärer, herrischer, mutiger, stolzer, böser Frauen auf diese Welt zu bringen. Also, wenn du eine böse Frau bist, gib mir ein: Hell yeah! (oh ja!) 

Hell yeah!
✊?✊?✊?✊?✊?

Und so hat sich das Ganze bei Ashley beim Women’s March in D.C. angehört:

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