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Fair Fashion Heldin: Vreni von Jäckle & Hösle

Vreni von Jäckle & Hösle ist ein farbenfrohes Allround-Talent. Gekonnt kombiniert sie liebevoll ausgesuchte Vintage-Teile (Hallo Papa’s altes Jacket!) mit zeitlosen Fair-Fashion-Schönheiten, die sie auf ihrem Blog in immer wieder sehr persönlichen und ehrlich festgehaltenen Beiträgen präsentiert. Vreni scheut sich nicht davor den Mund aufzumachen und hat neben ihrem talentierten Händchen für schöne Mode auch noch richtig viel für andere, wichtige Themen übrig. Egal, ob Feminismus, pflanzliche Ernährung oder einfach der Aufreger der Woche – Vreni ist ganz vorne mit dabei!

Fair Fashion Heldin Vreni von Jäclkle & Hösle

Vreni schreibt nicht nur auf ihrem Blog sehr schlaue Texte, sondern beweist auch auf Edition F, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist (nicht, dass das je irgendwer über Vreni gedacht hätte!). Dort macht sie gerade ein Volontariat und gibt vor allem in der Moderedaktion wichtigen Input für fairen Konsum. Thanks for sharing, Vreni!

1. Was trägst du heute & wer hat’s gemacht? 

Über diese Frage freue ich mich gerade richtig! Es ist nämlich noch nicht so lange her, da hätte ich an mir runtergeschaut und hätte dieses beklemmende Gefühl unterdrückt, das man hat, weil man weiß, dass die Antwort auf die Frage unbequem ausfällt. Heute sage ich aber mit Grinsen im Gesicht: Ich trage einen schwarzen Kimono von Elementy, einem polnischen Fair Fashion Label, den ich von der lieben Julia von Noveaux bekommen habe, ein Shirt von Edition F mit dem Aufdruck Female Future Force, das ebenfalls fair produziert wurde und Teil einer tollen Initiative zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung von Frauen ist, eine Nadelstreifenhose von Ade Velkon, einem kleinen Berliner Label, deren Macherinnen ich sogar während der letzten Fashionweek persönlich kennengelernt habe und also wirklich ganz genau weiß, wer an der Nähmaschine sitzt. Und Sneaker von Veja, die fair produzieren und sich außerdem dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. 

Das war, wie gesagt, nicht immer so. Und ist auch jetzt nicht immer so, da ich ja die unfairen Teile, die ich noch habe, nicht wegwerfe. So langsam passiert es aber sehr oft, dass ich mich morgens anziehe, in den Spiegel schaue und denke: „Yes! Heute habe ich wieder ausschließlich Fair Fashion und Vintagekleidung an!“ Wenn man anfängt seinen Konsum umzustellen, hat man oft das Gefühl, dass es sehr schwer ist, an einen solchen Punkt zu kommen, aber das Gute ist ja: Es muss nicht alles sofort sein und wir müssen gar nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass wir uns Gedanken machen und Schritt für Schritt in eine gute Richtung gehen.

2. Was ist dein persönliches Lieblingslabel und warum? 

Schwierig zu sagen, weil es einfach so viele tolle da draußen! Wenn es um Brillen geht, bin ich ein riesiger Fan von Funk Eyewear, die ihre Arbeit mit so viel Liebe und Professionalität machen, dass mir echt das Herz aufgeht. Alle Labels, die ich heute trage, mag ich auch sehr, sehr gerne. Und wenn mein Kontostand es hergeben würde, würde ich wahrscheinlich oft mit einer StellaMcCartney herumlaufen.

3. Dein Lieblingsteil für 2017! Was ist absolutes Musthave im fairen Kleiderschrank? 

Ich habe mich tatsächlich Hals über Kopf in den Kimono, den ich heute trage, verliebt. Das ist ein richtig gutes Teil, das man sehr vielfältig einsetzen kann und zu allem passt. Außerdem sind 2017 alle Dinge mit Wickel-Design sowieso ganz groß! Ich beschäftige mich trotz des bewussten Konsums auch ganz gerne mit Trends, überlege vorher aber immer: „Trage ich das mindestens 30 mal, ohne dass ich es langweilig finde?“. Ganz viele Dinge trage ich natürlich noch viel, viel öfter, aber das hilft schon einmal keine reinen Trendkäufe zu machen.

4. Hast du eine Stilikone? Oder jemanden dessen Stil du bewunderst und/oder nacheiferst? 

Nicht so wirklich, ehrlich gesagt. Ich glaube, ich gehe da einen sehr eigenen Weg. Mich inspirieren aber die vergangenen Jahrzehnte sehr und ich liebe es Vintagekleidung zu tragen. Filme über Coco Chanel habe ich früher auch nur so aufgesaugt. Gar nicht unbedingt weil ich die Marke toll fand, sondern viel mehr, weil ich die Art und Weise, wie „Männerkleidung“ getragen und sich zu eigen gemacht hat, so bewundernswert fand. Ich habe dann zu Teenagerzeiten angefangen, Hosen aus dem Kleiderschrank meines Papas zu mopsen und umzunähen. Und seine Hüte zu tragen. Ich war dann eine Zeit lang auf der Suche nach einem Stil, dachte irgendwie, ich sollte mich festlegen. Ich bin dann aber zu dem Schluss gekommen: Mein Stil ist einfach ein buntes Sammelsurium aus vielen verschiedenen Einflüssen, neuen und alten Dingen, vielen Mustern und Sachen, die mir persönlich einfach Spaß machen. Ich finde, das darf so bleiben. 

5. Was ist dein ultimativer Fair Fashion Tipp, um die ersten Schritte wagen zu können?

Babysteps! Man sollte sich nicht überfordern und alles auf einmal machen wollen, das geht nämlich oft schief und man verliert jeglichen Spaß. Schritt Nummer 1 kann zum Beispiel sein: Wenn man eine neue Jeans braucht, nicht sofort in den nächsten Shop zu laufen, sondern vorher kurz zu recherchieren, ob es auch faire und ökologische Alternativen gibt. Wenn man einen Blazer oder eine Jacke braucht, könnte man sich sehr gut mal in einem Secondhand oder Vintageshop umsehen oder online auf Kleiderkreisel oder ebay stöbern – dort findet man oft ganz, ganz tolle Einzelstücke. Wenn man einen besonderen Anlass hat, kann man sich auch überlegen: Muss ich denn überhaupt was kaufen? Manchmal kann man sich auch ein tolles Kleid von einer Freundin oder in der Kleiderei ausleihen. 

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Fair Fashion Heldin Vreni von Jäclkle & Hösle

 

 

Fair Fashion Heldin Vreni von Jäclkle & Hösle

Vreni's StyleVreni's Style

Blazer: Kleiderei
Sweater: Oh Yeah Berlin
Hose: ADE VELKON
Schuhe: Veja

Brand Info: Kleiderei – Süper slow & sexy Fashion zum Leihen statt Kaufen, alle Infos hier // Oh Yeah! Berlin – produziert unter fairen Bedingungen, d.h. Oh Yeah! achtet auf sichere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung der Arbeiter_innen, die Produktionsstätten werden regelmäßig von Oh Yeah! besucht // Ade Velkon – produziert umweltfreundlich in Berlin und nur in limitierter Auflage // Veja – ist DAS faire Schuhlabel der Stunde

Vreni und ihren Blog Jäckle & Hösle findest du hier:

den Blog
auf Instagram
auf Facebook
auf YouTube
auf Edition F

Photo credit: Alle Bilder via Jäckle & Hösle