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Fair Fashion Heldin: Pauline vom Nicetohave Mag

Und weiter geht es mit unserer Vorstellung der Fair Fashion Squad!

Heute machen wir euch mit Pauline bekannt. Sie ist die eine Hälfte des Gründerin-Duos vom Nicetohave Mag. Wie der Name ihres wundervollen Magazins schon sagt, bloggen Julia und Pauline über all die hübschen Mode, Beauty, Interior und Lifestyle Nicetohave’s, die das Leben und die Welt noch ein wenig schöner machen. Schöner aber nicht nur für die äußere Betrachtung, sondern auch schön bezüglich der inneren Werte. Ganz genau schauen beide, dass all die Nicetohave’s, möglichst fair und nachhaltig produziert werden. 

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Pauline lebt in Hamburg und versucht regelmäßig Anstöße und Anregungen zu geben, wie es gelingen kann vegan, plastikfrei und nachhaltig zu leben und zu konsumieren. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ohne erhobenen Zeigefinger. Offen und ehrlich schreibt sie, dass ein grüner Lifestyle nicht über Nacht klappt. Zerrissen zwischen den beiden Welten geht sie aber diesen Weg. Und wir alle wissen, dass der Weg bekanntlich das Ziel ist.

Hallo Pauline, du bezaubernde Fair Fashion Revolutionärin!

1. Was trägst du heute & wer hat’s gemacht?

Ich selbst gehe nicht mehr ohne meine Wendejacke vom Hamburger Fair Fashion Label Lies in Layers aus dem Haus. Eine Seite ist unifarben, die andere aus einem farbigen Wollmix. Das Farbmuster unterscheidet sich von Jacke zu Jacke – ein echtes Einzelstück also. Entdeckt habe ich sie bei den Pressdays im letzten Jahr und konnte es kaum abwarten, bis das neue Lieblingsstück auch endlich zu kaufen war. Heute mag ich sie glücklicherweise gar nicht mehr beiseite legen.

2. Was ist dein persönliches Lieblingslabel und warum?

In meinem Kleiderschrank befinden sich derzeit viele minimalistische Styles, die sich einfach und gut untereinander kombinieren lassen. Mein Herz hüpft jedes Mal begeistert, wenn ich ein neues Label entdecke, welches tatsächlich tragbar und schön ist und ganz ohne olle Ökoprints auskommt. Besonders Jan ’n June bringt jedes Jahr wieder eine schöne Auswahl für meine potentielle Wishlist raus, die aber trotzdem noch ins Budget passt. Alle Pieces sind zeitlos schön und saisonunabhängig kombinierbar, das ist für mich eine gute Grundlage für jeden Kleiderschrank und macht es einfach Kleidung möglichst lange zu tragen.

3. Dein Lieblingsteil für 2017! Was ist absolutes Musthave im fairen Kleiderschrank?

Ein absoluter Favorit für den Sommer 2017 sind die Hingucker der Berliner Designerin Daniela Salazar! Rüschen und Volants machen ihre Kollektion nämlich zu wahren Keypieces, die sich wunderbar zu schlichten Basics kombinieren lassen – alles aus umweltfreundlichen und zertifizierten Materialien.

4. Hast du eine Stilikone? Oder jemanden dessen Stil du bewunderst und/oder nacheiferst?

Moderne Stilikonen kann man täglich treffen; es können schillernde Persönlichkeiten, aber auch stille Vertreter sein, die uns beeinflussen. Emma Watson zum Beispiel; die Schauspielerin setzt immer wieder Statements für faire Mode – ob auf dem roten Teppich oder über ihren Instagram Kanal, wo sie zum Beispiel Sneaker von Good Guys Don’t wear Leather, Fake-Lederjacken von Stella McCartney und Pullover von Filippa K trägt. Ihre Outfits beweisen, dass weder Mensch, Tier noch Umwelt leiden müssen, damit wir schön aussehen. Es ist toll, dass sie ihre Popularität nutzt, um Fair Fashion noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

5. Was ist dein ultimativer Fair Fashion Tipp, um die ersten Schritte wagen zu können?

Second-Hand ist für mich ein guter Einstieg in Richtung nachhaltige Mode. Die Textilindustrie nutzt große Mengen an Wasser und Energie und verwendet zahlreiche Chemikalien, die Umwelt und Menschen schaden. Second Hand Mode ist also schon aus dem einfachen Grund umweltfreundlicher; weil sie keine neue Produktion mit sich bringt. Das ist weitaus nachhaltiger als neuproduzierte Kleidung zu kaufen.
Dabei muss Mode aus zweiter Hand nicht zwingend bedeuten, dass das Kleidungsstück überhaupt jemals getragen wurde. Denn gekauft wird heute viel, aber genau so schnell verfliegt die Anziehung bei den meisten auch wieder. Kleidungstücke werden ein paar Mal, oder auch gar nicht getragen, bevor sie von ihren vorherigen Besitzern verstoßen werden.
Das Einkaufen auf Flohmärkten und in Second Hand Läden, gleicht für mich der Jagd nach einem Schatz: Man weiß nie so genau, was auf einen wartet. Man kann wahnsinnig tolle Teile finden, die ihre eigene Geschichte erzählen und dabei zigfach glücklicher machen, als seine Garderobe von der Stange zu kaufen. Style ImpressionenOutfit_Fair_Fashion_Minimalistisch_Jan_JuneOutfit_Fair_Fashion_Nicetohave_Mag_1 Outfit_Fair_Fashion_Nicetohave_Mag_3Outfit_Fair_Fashion_Nicetohave_Mag_5 Outfit_Fair_Fashion_Nicetohave_Mag_4Outfit_Fair_Fashion_Nicetohave_Mag_6

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Mantel:  Jan ’n June
Bluse: Hess Natur 
Hose: Jan ’n June 
Jeans: Kings of Indigo 
Schuhe: Acne Studios

Brand Info: Jan ’n June – die nachhaltigen Materialien stammen aus der Türkei, Indien und Portugal und sind zertifiziert. Produziert werden die Kollektionen in einem Familienbetrieb in Polen, ein Interview mit dem Designer Duo findet ihr hier // Hess Natur – ein wahrer Fair Fashion Vorreiter. Bereits seit 1976 versendet die Familie Hess natürliche Kleidung. Waren 1991 auch die ersten, die Bio-Baumwolle anbauten. In ihren aktuellen Kollektionen findet man alles von Outdoorkleidung bis hin zu Unterwäsche. // Kings Of Indigo – ist ein Jeans-Label aus den Niederlanden, das besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt, nachhaltige Produktionstechniken verwendet und mit der Fair Wear Foundation zusammenarbeitet, um faire Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten im Produktionsprozess sicherzustellen. //Acne Studios – schwedische Brand, die seit seit 2008 Mitglied der Vereinigung Fair Wear Foundation ist. 

Pauline und das Nicetohave Mag findest du hier
auf YouTube
auf Facebook
auf ihrem Blog

Photo Credit: Alle Bilder via Nicetohave Mag