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Erika Lust: „Warum erlauben wir im Porno frauenfeindliche und rassistische Erniedrigungen, wenn dies in keiner anderen Industrie der Welt erlaubt ist?“

Erika Lust ist Mutter, Ehefrau, Autorin, Feministin und Pornoregisseurin. Mit Erika Lust Films hat sie ein Unternehmen geschaffen, das der Mainstreampornographie etwas entgegensetzt. Echter Sex vs. gestellte Höchstleistungen. Erotische Fantasien vs. immer irrationaleren Geschichten. Eigenmächtige Frauen vs. Erniedrigungen. Echte Körper vs. gestählte Exemplare. Erika Lust hat damit eine kleine Revolution begonnen, die immer weiter wächst  und die Zuschauer*innen sogar aktiv einbezieht. Seit 2013 kann man bei XConfessions erotische Geständnisse ablegen. Einige davon setzt Erika in Filmen um. Der 100. XConfessions-Film feierte erst kürzlich Premiere und viele weitere sollen noch folgen. Bislang hat Erika Lust vier preisgekrönte Feature und ist Autorin von fünf Büchern. Sie hielt einen TED-Talk über die nötige Veränderung in der Pornoindustrie und engagiert sich für junge Talente in der Regie, indem sie Gastregisseur*innen fördert. 

Erikas Philosophie für die neue Pornographie basiert auf vier Grundprinzipien: die Lust und das Wohlbefinden von Frauen sind wichtig, pornografische Filme können gleichzeitig unterhalten und hohen filmischen und künstlerischen Wert haben,
wir brauchen mehr Vielfalt in Bezug auf Körpertyp, Alter und Hautfarbe und der Produktionsprozess muss ethisch vonstattengehen. Außerdem setzt sie sich für die Stärkung der weiblichen Perspektive ein, was bedeutet, Frauen in allen wichtigen Positionen hinter der Kamera vertreten zu sehen.

Hallo Erika, möchtest du uns kurz erzählen, woher die Intention kam faire Pornographie zu machen?

Mein erster Antrieb Pornographie zu verändern kam, weil ich mich als Frau auf dem Bildschirm nicht repräsentiert fühlte. Es wurde ignoriert bzw. völlig vernachlässigt. Der weibliche Körper war immer nur Objekt, das die Bedürfnisse der anderen befriedigen sollte. Als ich das erste Mal einen Porno sah, war ich schockiert wie gegensätzlich dieser zu dem Sex war, den ich privat hatte. Und zu dieser Zeit war Pornographie sogar noch garnicht so absurd wie es heutzutage ist! Im Mainstream-Porno ist Sex etwas, was Frauen für Männer tun und Männer an Frauen tun. Als ich die Industrie immer mehr kennenlernte, kamen auch noch andere Aspekte dazu.

Ich bin wirklich besorgt darüber, wie bestimmte Fantasien im Mainstream präsentiert und kategorisiert werden. Es geht viel um Othering (Anm. d. Red.: Die Art und Weise, wie sich eine bestimmte Interessengruppe von anderen Gruppen distanziert.), wobei Porno in Herkunft, Alter und Körper von Menschen kategorisiert wird. Mainstream-Porno stellt nicht-weiße Menschen noch immer in exotische Ghettos neben dem „normalen“ Porno. Pornographie war nie dafür bekannt, einen besonders  feinfühligen Umgang mit Randgruppen zu besitzen – und das beinhaltet z.B. auch ältere Darsteller*innen. Wenn sie Filme mit „MILFS“ machen, machen sie das nicht, weil sie Altersdiskriminierung aufbrechen wollen, sondern weil sie diese ausnutzen. Das Alter zum Fetisch zu machen, ist besonders ungeheuerlich. Kategorisierung ist ein besonders verletzliches Thema für die Darsteller*innen. Der/die Darsteller*in wird auf ein Merkmal reduziert – ihre Größe, ihr Alter, ihre Ethnie.

Rassismus in der Porno-Industrie ist ebenso ein großes Thema. Die Filme werden nicht nur in rassistischer Sprache vermarktet, die Inhalte basieren auch ausschließlich auf rassistischen Stereotypen, was die Darsteller*innen völlig entmenschlicht. Und als wäre das noch nicht genug, ist die Lohnungleichheit immens. Die Bezahlung der Gage wird von der Herkunft abhängig gemacht. Porno mit Menschen verschiedener Herkunft ist für mich z.B. kein Thema. Es geht doch nur um Menschen, die eine Verbindung haben, die Sex haben. Wenn ein/e schwarze/r Darsteller*in mit einer/m weißen Darsteller*in Sex hat oder eine ältere Frau mit einem jüngeren, asiatischen Mann, muss ich dem keinen speziellen Namen geben. Mein Publikum wird sich von den Darsteller*innen angezogen fühlen, von ihrer Chemie, ihrer Intimität, von der Story. Vielleicht mag jemand die ältere Frau und möchte ihr zusehen, aber das ist doch nur ein weiterer Faktor, nicht „der“ Faktor. Kategorisierung ist ein mächtiges Werkzeug, um uns zu beeinflussen und kreiert einen reduzierenden Kreislauf. Aus Produktionssicht sind Kategorisierungen ein sicheres Ding. Im Mainstream Porno geht es immer um Nischen. Kategorien wie „18 and abused“ als normales, alltägliches Genre zu sehen, ist einfach irre und noch dazu gefährlich. Meiner Meinung nach fühlen sich diese Terminologie und die Filmtitel so limitierend, so abwertend und schlichtweg ekelhaft an.

Ich lehne die Idee von Pornographie als Geschäft, in dem Leute eingestuft werden völlig ab. Ich arbeite nicht mit Nischen oder Kategorien und meiner Firma geht es ziemlich gut. Eine unserer Kernwerte ist es zu vermeiden breite, soziale Ungleichheiten durch Kategorisierung der Darsteller*innen oder Szenen auf Alter, Herkunft oder Körpertyp zu verbreiten. Wir reduzieren die Darsteller*innen nicht auf ein bestimmtes Merkmal. Wir verwenden keine ausbeutende Sprache. Frauenverachtende oder rassistische Abwertung, offensive rassistische Kategorien oder jegliche Sprache, die problematische Szenarien kreiert oder Autoritätspersonen, die Vorteile aus Jüngeren ziehen, gehen nicht mit unseren Werten einher. Ich denke, wir als Regisseur*innen und Produzent*innen haben die Möglichkeit unser Publikum zu beeinflussen. Im Vergleich zu anderen Medien entgeht Pornographie jeglicher Kontrolle, weil wir in der Öffentlichkeit nicht gerne darüber sprechen. Warum erlauben wir eine ausbeutende Sprache, frauenfeindliche und rassistische Erniedrigungen, offensichtliche rassistische Einordnung, wenn dies in keiner anderen Industrie der Welt erlaubt ist? Wir sollten auf Pornographie nicht mit politischer Korrektheit schauen, aber wir tragen mit Mainstrea-Porno definitiv zu breiter, sozialer Ungleichheit bei.

Ich denke, die Lösung liegt darin Filme für Erwachsene zu machen, die sich um so etwas Gedanken machen und die Absicht haben Sexualität aus einer pro-weiblichen Perspektive zu zeigen, mit entsprechendem Sex, der eine realistische Annäherung an das hat, was Frauen und Männer als Repräsentation weiblicher und männlicher Sexualität empfinden. Mit einer größeren Nachfrage dieser neuen Alternativen kommen automatische bessere Arbeitsbedingungen für die Darsteller*innen, weniger körperliche Schäden der Darsteller*innen und weniger degradierende und gewalttätige Szenen gegenüber Frauen.

Kennst du irgendeine Frau, die in der konventionellen Pornoindustrie hinter der Kamera arbeitet und das auch liebt?

Ja, Jacky St. James! Ich lizenziere ihre Filme auf EroticFilms.com. Sie ist total bezaubernd. Ihre Arbeit ist zwar mehr Mainstream, aber ich finde es trotzdem sehr gut. Darsteller*innen, die mit ihr arbeiten, lieben sie. Und sie genießen den Sex während eines Drehs. In der alternativen Szene gibt es auch Regisseurinnen, die ich mag wie z.B. Michelle Flynn und Ovidie. Sie sind die führenden Vertreterinnen im feministischen, von Frauen geführten Porno.

Was sind die größten Probleme der Pornoindustrie?

Ich denke die größten Herausforderungen der Pornoindustrie sind die Konsequenzen der Techniken, die Porno übernehmen. Das Internet und Tube Seiten, wie z.B. YouPorn und RedTube, haben die Industrie komplett zerstört und den Wettbewerb zwischen den Produzent*innen und Darsteller*innen gleichermaßen extrem erhöht. Da dies Businessmodelle sind, die auf Piraterie basieren, wird der Druck wirklich herauszustechen auf Produktionsfirmen und Darsteller*innen noch weiter erhöht. Mehr und mehr extreme und irre Szenen, die nichts mit wirklichem Sex zu tun haben, werden in der Hoffnung produziert ein größeres Publikum zu erreichen, die für „Premium“ bezahlen.

Es hat Erwachsenenfilme hervorgebracht, die sich nur auf Anatomie, Genitalien und Körperteile beschränken und sich gegenseitig fertig machen. Rassismus und Homophobie sind in der Mainstream Industrie auch vorherrschend. Das ist ein Problem, weil dieses Verhalten mit seiner Allgegenwärtigkeit gegenüber der/m Zuschauer*in dies auch im echten Leben zu tun, normalisiert wird. Besonders im Hinblick auf Frauen. Es zeigt den weiblichen Körper als grundsätzlich bezwingend und passiv gegenüber Männern und männlichen, sexuellen Begierden, welche im Umkehrschluss als aggressive, aktive Counterparts dargestellt werden.

In der Hinsicht werden beide, sowohl Männer als auch Frauen, übers Ohr gehauen und gezwungen sich in eine Rolle zu drängen, die keine Selbstentfaltung oder jegliche wahre Emotion erlaubt. Das ist eine Schande, da Sex doch eine komplett körperliche, emotionale Erfahrung sein soll, nicht nur eine ständige Wiederholung von Geschlechterkonstrukten. Ich sehe weder Sinnlichkeit noch Erotik in der heutigen Pornographie – außer in der Indie-Pornoszene, die sich wirklich darum bemüht. Der Mainstream hat das künstlerische Potential des Genres degradiert und ich habe noch nie verstanden warum. Warum müssen wir uns Sex auf dem Fernseher mit null cineastischen Werten anschauen? Sex ist so ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, es ist die Quelle unseres Lebens. Warum wird er dann so behandelt? Warum vernachlässigen wir die Qualität der Geschichte, der Cinematographie und der Erzählung? Im Mainstream geht es mittlerweile mehr um Turnübungen.

Was ist der Unterschied in der Arbeit mit professionellen Darsteller*innen und Amateur*innen?

Ich arbeite mit einer Vielzahl von tollen Darsteller*innen. Die meisten von ihnen sind erfahren, besonders in der ethischen Indie-Szene, manche haben weniger Erfahrung, ein paar sind Amateur*innen, die einfach nur ihre Sexualität porträtieren wollen und nicht nach einer Karriere in der Industrie streben. Sie sind alle sehr unterschiedlich und einzigartig, aber sie haben alle eins gemeinsam: sie sind alle sex-positiv, intelligent, haben etwas Besonders und beziehen sich auf ihr Publikum. Wir versuchen Menschen zu finden, die die Geschichten, die ich kreieren möchte, verkörpern. Menschen, die sowohl innerlich als auch äußerlich interessant sind und mit denen wir am Ende auch zurecht kommen. Ich schaue außerdem nach Menschen, die anders als der Porno-Stereotyp sind – natürliche Männer und Frauen mit einem eigenen Style. Wenn ich mit professionellen Pornodarsteller*innen arbeite, versuche ich schon im Casting immer den Porno rauszubekommen, denn dies ist etwas völlig anderes. Ich muss ihnen sagen, dass sie Sex wie im realen Leben haben sollen, denn noch nicht mal Pornostars haben im realen Leben Sex wie Pornostars.

Gibt es irgendwas, was du schon immer mal umsetzen wolltest, aber bisher noch nicht gemacht hast?

Ich werde weiterhin weibliche Sexualität und weibliches Verlangen zeigen, denn ich denke dies fehlt immer noch und wird sehr gebraucht. Dieses Jahr würde ich mich gerne Sexualität aus der Perspektive einer Schwangeren nähern und ich würde gerne mit jemandem arbeiten, der Brustkrebs überlebt hat. Ich habe im letzten Oktober 2016 einen Open Call für weibliche Gastregisseurinnen gemacht. Ich produziere und finanziere Gastregisseurinnen, die Diversität und andere Perspektiven auf XConfessions.com bringen. Regisseurinnen, die andere Geschichten shooten als ich. Gastregisseurin Olympe de G. zum Beispiel hat „We are the (fucking) world“ diesen Sommer gemacht, welchen wir am 14. Dezember herausgebracht haben. Dieser Film hat Geld für Amnesty International gesammelt. Jede/r Darsteller*in und Erika Lust Films hat die Hälfte der Gage und der Produktionskosten, zusammen eine Gesamtsumme von 5000 Euro, gespendet, um den Kampf gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie für eine bessere Welt sexueller Diversität und Akzeptanz zu unterstützen. Es ist der erste XConfessions  Kurzfilm, der trans- und non-binary Darsteller*innen inkludiert. Ich liebe diesen Film.

Hast du einfache Tipps, um Sex- und Body-Positivity in unser Leben einzubinden?

Wir sind immer noch von Tabus und Stigmas umgeben, die unser gesellschaftliches Verhalten beeinflussen. Sex ist immer noch in der dunklen Ecke als würde es nicht existieren. Sex und das Vergnügen, was damit einhergeht, wird als etwas Schmutziges angesehen. Etwas, was wir in der Sphäre unseres Privatlebens lassen sollten. Viele haben Angst, vielleicht wegen moralischer Konsequenzen, und gehen deswegen nicht ihrer Leidenschaft nach. Das ist traurig, denn wenn jede/r offener wäre und Akzeptanz üben würde gegenüber Sexualität könnten wir in unserer Welt viel einfacher leben.Pornographie und Erotik kann uns auf mehreren Ebenen beeinflussen – wir können uns selbst besser verstehen und besseren Sex haben, wir können uns in unseren Körpern besser fühlen und damit auch in unseren Leben. Indem wir Dinge kennenlernen, von denen wir noch nicht wussten, dass wir sie mögen, können wir unseren Horizont erweitern. Bodypositivity und Sexpositivity sind wirklich wichtige Dinge, um uns selbst als Menschen und sexuelle Wesen besser zu verstehen. Und je mehr wir uns und andere verstehen, desto amüsanter, toleranter und entdeckungsreicher kann das Leben werden.

Sexpositivity in Pornos bedeutet, dass Frauen Besitz über ihren Körper und ihre Sexualität ergreifen. Verschiedene Arten von Frauen mit verschiedenen Körpern zu sehen, die alle sexuell handeln, kann anderen Frauen helfen sich sicherer und bestärkter in ihren Körpern und ihrer Sexualität zu fühlen. Vielen Zuschauer*innen hilft alternativer Porno ihre eigene Sexualität zu feiern und ermutigt sie ermächtigt Sex zu haben. Das kann eine wundervolle Ergänzung im Schlafzimmer sein. Wenn man Porno richtig anwendet, stimuliert es dich und pusht die Grenzen deiner eigenen Tabus, zeigt dir neue Erfahrungen und peppt dein Sexleben auf, indem es deine eigenen Fantasien nach vorne bringt. Zuschauen kann das Selbstbewusstsein im Schlafzimmer für Männer und Frauen erhöhen, außerdem die Atmosphäre elektrisieren und Ideen für verschiedene Rollenspiele oder Praktiken zeigen. Die Möglichkeiten sind endlos. Auch zur Masturbation können gute Erwachsenenfilme helfen deinen Körper besser kennenzulernen, was wirklich Spaß macht und was man von dem/der Sexualpartner*in möchte. Zudem werden mehrere Möglichkeiten gezeigt das eigene Vergnügen zu genießen.

Schaust du auch deinen eigenen Filme oder welche Pornos schaust du?

Ich schaue  alle meine Filme, aber nur in der Postproduktion, nicht zum Vergnügen. Es ist meine Arbeit, deswegen kann ich es nicht anders schauen. Aber ich schaue Filme aus meinem Onlinekatalog für Erotikfilme. Ich lizenziere die Regisseur*innen, also weiß ich auch, was ich wirklich mag.

Was wünscht du dir für Frauen heutzutage?

Ich kann es nicht oft genug betonen und ich habe erst neulich die Wichtigkeit davon betont: Setzt mehr Frauen auf Machtpositionen! Ich möchte mehr Frauen in Macht- und Führungspositionen. Absolut alles, was wir im Fernsehen und Filmen sehen und wie Firmen regiert werden, ist von Männern kontrolliert. Wenn es etwas Wertvolles und Wichtiges gibt, was wir aus der #metoo Bewegung ziehen können, dann dass machtvolle Männer ein Klima von seriellem, sexuell-rücksichtlosem Verhalten kreieren, dem wir uns gegenüber stellen müssen. Wir fangen gerade an die kolossalen Missstände aufzudecken. Also lasst uns jetzt nicht in dem Elend verharren, sondern die Wut nutzen, um uns zu vereinen, zusammen zu stehen und für Frauen zu kämpfen, um die Führung zu übernehmen. Es ist allerhöchste Zeit für diese Veränderung.

Liebe Erika, vielen, vielen Dank für deine ermutigenden, mächtigen Worte, die uns wieder einmal zeigen, dass wir unser Leben und unsere Sexualität selbst in die Hand nehmen können. Dank der Arbeit, wie du sie tust, ist dies tatsächlich möglich. 

Mehr zu Erika Lusts Arbeit könnt ihr in diesem Video sehen:

Ihr habt auch Bock auf mehr Sexpositivity in eurem Leben, wollt euch ausprobieren oder habt ganz einfach schon sehr viel Spaß in eurem Liebesleben? Dann könnt ihr heute ein Toyset von FunFactory im Wert von 140,00 Euro gewinnen. Bestehend aus einem Dual-Action-Vibrator, einem Orgasmus intensivierendem Smartball, Gleitmittel, Reinigungsspray und einer hübschen Tasche zur Aufbewahrung.
Verratet uns dafür einfach eine kleine Marotte von euch! Hier in den Kommentaren, auf Facebook oder Instagram. Kann, muss aber nicht, sexueller Natur sein. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 
Das Gewinnspiel läuft bis zum 23.12.2017 24 Uhr.

Fotos: Alle Fotos © Erika Lust Films

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