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[DE/EN] Towards zero waste in your bathroom

Die Zero Waste Bewegung ist darauf aus eine Gesellschaft mit weniger Müll und Abfall zu schaffen. Es geht nicht nur darum weiterhin nur unter Vorwand so viel Müll wie recycelt werden kann zu produzieren; das größere Ziel ist es unseren Konsum zu überdenken, sodass wir generell weniger Müll produzieren, weniger Ressourcen verbrauchen und das bereits existierende Verpackungsmaterial sinnvoller einsetzen. Ich habe hier einige Tipps für euch, wie ihr den Zero Waste Lifestyle umsetzen könnt, bei denen ich euch zeige wie einfach es eigentlich ist. Es bringt definitiv aus jedem Blickwinkel viele Vorteile (für die Umwelt, finanziell und gesundheitlich) und es ist super leicht umzusetzen.

zero waste - bathroom - do it yourself

Wechsel zu festen Materialien

  • Festes Shampoo, feste Zahnpasta, feste Körperseife, festes Deo… einfach alles in fest. Diese Dinge kommen meist automatisch in recycelbaren, wenn nicht sogar kompostierbaren, Verpackungen und vermeiden damit jede Menge Plastik. 
  • Anmerkung der Redaktion: Gerade bei Seife gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl. Sowohl im Bioladen, als auch in Drogerien, auf dem Wochenmarkt oder in Unverpackt-Läden. Seifen sind meistens nicht nur länger haltbar als reguläres Duschbad, sondern auch auf Dauer viel angenehmer. Extra-Tipp: Besorge dir einen kleinen Waschbeutel. Dann schäumt die Seife richtig toll!

zero waste - bathroom - do it yourself

Ersetze Einwegartikel

  • Eine Frau nutzt in der Regel zwei bis vier Wattepads am Tag für die verschiedenen Hautprodukte. Multipliziere dies mit den Lebenstagen und der Anzahl aller Frauen auf der Erde und du bekommst… naja, sehr viel! Zusätzlich zu der großen Menge Müll wird Baumwolle meistens auch gebleicht, was nicht besonders toll für deine Haut ist. Eine Investition in waschbare Pads ist also nicht nur gut für unseren Planeten, sondern auch für dich und dein Bankkonto. Win-Win-Win.
  • Eine Alternative zum Abschminken sind zum Beispiel waschbare Gesichtstücher oder kleine Handtücher mit Reinigungsöl (oder jedes andere pflanzliche Öl).
    Anmerkung der Redaktion: Bei uns haben sich vor allem diese Pads als Glücksgriff erwiesen. Wem dies nicht reicht, der kann zum Beispiel auf Abschminken mit Distelöl zurückgreifen. Funktioniert super!
  • Investiere in Stofftaschentücher. Vielleicht denkst du jetzt „Iiieh“ und dann an deine Großeltern, aber ernsthaft jetzt, das ist doch nur etwas zwischen dir und dir selbst. Oder sollte es zumindest. Auch designtechnisch gibt es mittlerweile bessere Alternativen als die beige/braunen-Tartan-Opa-Styles. (Zum Beispiel in diesem Etsy-Shop)
  • Nun also zu deinen wertvollen Ohren: jeder Hals-Nasen-Ohren-Spezialist oder Kinderarzt würde dir erzählen, dass diese Baumwoll-Freunde das ultimativ Böse sind und dass eine gute Säuberung lediglich klares Wasser, ein wenig Seife und deinen kleinen Finger beinhalten sollte. Kultur-Fact: in Französisch wird der kleine Finger „auriculaire“, von auris – das Ohr, in Lateinisch genannt. Gern geschehen!

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„Surfe auf einer grüneren, blutroten Welle“

  • Oder auf gut Deutsch gesagt: benutze umweltfreundlichere Hygieneprodukte, wenn du deine Regel hast. Mittlerweile gibt es so viele Alternativen zu klassischen Tampons und Binden: Menstruationstassen, waschbare Einlagen, Menstruations-Unterwäsche oder, wenn du weiterhin auf dem Baumwoll-Pony reiten möchtest, Hygieneartikel aus Bio-Baumwolle, recycelbar und aus Scheidenflora-freundlichen Komponenten. Du kannst das ganz einfach während deiner Erdbeer-Woche (Anm. d. Red.: Ok, das ist echt mies übersetzt und benutzt doch eigentlich niemand mehr (oder?), aber „Hai-Woche“ sagen wir nun mal wirklich nicht dazu, liebe Mathilde) herausfinden.

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Dusche weniger …

  • Wenn ich weniger sage, meine ich nicht, dass du gänzlich mit dem Duschen aufhören solltest. (Oder vielleicht schon. Wenn du möchtest. Und von Zuhause aus arbeitest. Wo du alleine lebst.) Noch einmal, es geht vor allem darum kleine Dinge zu tun, die sich am Ende zu einem großen Ganzen addieren. Die Zero Waste Idee beinhaltet auch so wenig Wasser wie möglich zu verschwenden. Eine einfache Sache, um deinen Wasserverbrauch zu reduzieren: Denke darüber nach das Wasser abzuschalten während du dein/en Shampoo/Conditioner aufträgst oder dich rasierst zum Beispiel.
  • Deine Haare jeden Tag zu waschen ist nicht nur total unnötig, sondern auch ziemlich herausfordernd für deine Kopfhaut. Wenn du dich danach fühlst mal etwas Neues auszuprobieren, ist die No-Poo-Methode, oder auch Kein-Shampoo-Verwenden-Methode, eine sehr effiziente Technik dafür. Offensichtlich geht es nicht darum, dass deine Haare von nun an machen können, was sie wollen, aber eben darum sanftere Produkte wie z.B. als Conditioner (die ebenso Reinigungs-Helfer beinhalten)  zu verwenden und deine Haare nicht mehr als einmal die Woche zu waschen. Zwischen den Waschgängen bürstet der/die No-Poo-Er*In seine/ihre Haare, um den Talg im gesamten Haar zu verteilen und benutzt umweltfreundliche Trocken-Shampoo.
  • Auch für den Körper gibt es eine ähnliche Bewegung, die sich „unwashed“ (ungewaschen) nennt und empfiehlt nicht mehr als drei Duschen pro Woche zu haben; einfach eine gute Waschung der wichtigen Stellen täglich und voilá!

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… Dusche besser

  • Besser heißt umweltfreundlichere Produkte benutzen und stark chemische Produkte zu vermeiden, die normalerweise im klassischen Supermarkt zu finden sind. Favorisiere einfachere Zusammenstellungen (im Prinzip wie bei deiner Ernährung), vermeide aggressive Komponenten wie Sulfate (die normalerweise in Reinigungsprodukten zu finden sind… für Böden und Motoren.).
  • Falls du gerade gerne etwas handwerkliches machen möchtest und alles auf Natürliches umstellen willst ohne viel Geld auszugeben, kannst du mit nur wenigen Zutaten deine eigenen Produkte machen: eine neutrale Reinigungs-Basis und ein essentielles Öl deiner Wahl, je nachdem was deine Nase so mag oder was deine Hautprobleme sind bei denen du Hilfe gebrauchen könntest.
  • Ersetze die Reinigungs-Basis mit Sodium Bicarbonat (einfach gesagt Backpulver) und ein bisschen Wasser, um dein eigenes Shampoo herzustellen. Das unendliche Reich des Internets ist voll mit hausgemachten Rezepten!
Bist du bereit mitzumachen?