Conni Biesalski von Planet Backpack: „Ich will, dass es noch viel mehr digitale Nomadinnen gibt!“

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Wenn ich meinen Koffer für eine Reise packe, schreibe ich schon Wochen vorher eine Checkliste, damit ich bloß nichts vergesse. Schließlich müssen meine schönsten Outfits sowie Kamera, Bücher, Beautykram und vieles vieles mehr mit. Am Ende wiegt mein Koffer im Schnitt so 15-18kg und die Hälfte habe ich während des Trips niemals benutzt.

Nicht so Conni Biesalski. Wenn sie packt, ist das 1) häufig sehr spontan, 2) hat sie erst gar kein riesen Koffer, sondern einen kleinen, praktischen Handgepäck-Rucksack und 3) würde sie nie im Leben soviel Zeug von einem Ort zum Anderen mitnehmen. Das ist doch viel zu unpraktisch und unsinnig. Ihre Devise lautet: Alles, was sie nicht mindestens 2x die Woche benutzt, kommt nicht mit. Tja, und so hat sie ihr Hab und Gut auf ein paar wesentliche Dinge reduziert, was alles in diesen „winzigen“ Rucksack passt, mit welchem sie nun um die Welt fliegt. Und mehr als was in diesen Rucksack rein passt, besitzt Conni wirklich nicht. Dafür besitzt sie umso mehr Freiheit.

Interview mit Conni Biesalski von Planet Backpack

Als langerfahrene digitale Zen Nomadin weiss Conni eben wie der Hase laufen muss, um ein freies, ortsunabhängiges Leben zu führen, das ihr nicht nur die Freiheit bietet zu leben und zu arbeiten, wo immer sie gerade auf dieser Welt sein möchte. Sondern tagtäglich die Chance bietet, nur Dinge zu tun, die sie so richtig glücklich machen. 

Nun fragt ihr euch berechtigt: Oh wow, das klingt ja alles nach einem Traumleben, aber wie verdient sie ihr Geld zum Leben?

Nun Conni verdient ihr Geld nicht nur als Reisebloggerin mit ihrem Blog Planet Backpack. Sie ist zudem auch Autorin des eBooks „Digital – unabhängig – frei – die Kunst überall zu leben und zu arbeiten“ und Anbieterin von Blogger-Online-Workshops. Des Weiteren teilt sie sehr regelmäßig ihre Erfahrungen, Rituale und Gedanken auf ihrem YouTube-Kanal. Vergangenes Jahr hat sie außerdem noch eine Yoga-Lehrer-Ausbildung erfolgreich absolviert.

Mit ihrem großen Freiheitsdrang und ihrem großen Bedürfnis sich das beste, glücklichste und gesündeste Leben zu erfüllen, hat sie das Leben mit beiden Händen angepackt und so gestaltet, dass es zu ihr passt. Inklusive Abmeldung bei allen deutschen Behörden. Denn nie wieder möchte sie in dem Hamsterrad eines Nine-to-Five-Jobs gefangen sein und nicht die Möglichkeit haben, beispielsweise morgen mal eben so nach Neuseeland zu reisen, wo sie sich derzeit befindet.

So ein Leben einer digitalen Zen Nomadin, wie Conni es führt, muss ein Traum sein, den wir uns doch zu gern alle erfüllen wollen. Doch ist es wirklich so? Ist bei ihr jeden Tag Friede-Freude-Eierkuchen? Wir haben mal nachgehakt. Ihre Antworten dazu sowie noch viel mehr spannende Insights über Conni’s Nomadenleben bekommt ihr oben in dem Video.

 

 

Steckbrief Conni

Name: Conni Biesalski
Alter: 32
Beruf: Online Entrepreneur und Reisebloggerin

Deine Lieblings-Musik: Elektro/House
Deine Lieblings-Farbe: Blau
Dein Lieblings-Café: Das vegane Cafe Peloton hier in Bali
Deine Lieblings-Klamotte: Boardshorts
Bester Platz der Welt oder Must Seen Place: Bali
Dein Lebensmotto: If the student is ready, the teacher will appear.
Dein spiritual animal: Fisch

Dein Lieblings-Emoji: ❤ 

Liebe Conni, vielen lieben Dank für dieses sehr offene und ehrliche Interview! Sollten sich unsere Wege mal irgendwo auf diesem Planeten kreuzen, werden wir mit Sicherheit Hallo sagen und eine Yoga-Stunde bei dir belegen. Ansonsten geh weiter deinen Weg. Wir alle können uns viel von dir abschauen. So mutig, ehrlich und offen bist du eine wahre #notanotherwoman! In diesem Sinne Namaste! ?

Titelbild & Beitragsbild: © Planet Backpack

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3 Responses to “Conni Biesalski von Planet Backpack: „Ich will, dass es noch viel mehr digitale Nomadinnen gibt!“”

  • Obwohl Conni wirklich sympathisch wirkt, finde ich es unheimlich schade, wie sehr dieser Reisehype um sich schlägt. Reisen ist ein Lifestyle geworden, DAS Statussymbol unserer Generation.

    Das wäre an und für sich ja nicht schlimm, nur gehören Flugreisen zum Schlimmsten, was ein Individuum unserer Erde antun kann. Ein einziger Flug von Düsseldorf nach Dubai und zurück setzt etwa doppelt so viel CO2-Emissionen frei, wie jedem Menschen auf der Welt in einem ganzen Jahr zustehen würden, damit sich die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzen liesse. Und einige der Nebeneffekte des Klimawandels sind nicht nur der steigende Meeresspiegel, der unzählige schöne Inseln und Küstenregionen überschwemmen wird (und damit Menschen, Tieren und Pflanzen ihre Heimat nimmt), sondern zum Beispiel auch die Versauerung der Meere, die ebenfalls zu einem riesigen Artensterben im Meer führen und wohl schon 2050 alle Riffe zerstört haben wird.
    Wer fliegt, zerstört damit genau jene Schönheit, die er so liebt. Man schleppt ebenfalls fremde Arten von weit her ein, die natürlicherweise nie in diesen Lebensraum vorgedrungen wären und oft schutzlose einheimische Arten verdrängen.
    Das waren nur Beispiele, in Wahrheit ist es natürlich noch viel schlimmer. Ich würde mir wünschen, dass das Thema Reisen (sofern es nicht per Fahrrad und nur zu geringen Teilen per Bus/Auto geschieht) angesichts dessen endlich kritischer betrachtet werden würde, gerade auch von Menschen, die selber vegan sind und/oder sich mit Nachhaltigkeit und/oder Menschenrechten beschäftigen, was hier bei notanotherwomanmag ja auch alles der Fall ist.

    Momentan sehe ich leider überall nur den Hype.

    • Hallo „fairlockend“, sicherlich hast du Recht, dass Flugreisen eine große Umweltbelastung darstellen und genauso wie Autoreisen im bestmöglichen Fall kompensiert werden sollten. Tolle Möglichkeiten bietet da z.B. Atmosfair, wo man direkt seine CO2-Emissionen in Form von Geld an Klimaschutzprojekte spenden kann. Davon sollten definitiv noch mehr Menschen erfahren! Für mich als reiseliebender Mensch (UND Veganer) ist es selbstverständlich meinen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten und so umweltbewusst wie möglich zu reisen. Ich war neulich auf Mauritius, wo ich leider ohne Flugzeug nur schwer hinkommen würde. Auch da erfolgte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Tourismus, Reisen, Politik und die Auswirkungen auf Mensch und Natur. Davon wird es auch hier bald zu lesen geben. Ja, Reisen ist das Ding unserer Generation und das meiner Meinung nach völlig zu Recht, denn Reisen bildet ungemein. Ich denke (fast) nur so können wir lernen ein offenes Weltbild mit uns zu tragen, in dem wir andere so akzeptieren wie sie sind. Ihre Kulturen, Religionen, Gewohnheiten und Ansichten. Und nur so können wir die Welt verändern, indem wir anfangen global zu denken und zu leben – im Sinne von Mensch, Umwelt und Natur. Und klar, wenn wir so leben, sollte jeder wissen, was das an unserem Planeten auslöst und wie wir damit umgehen können. Und dazu gehört dann vielleicht auch eine Spende über Atmosfair.

      • Danke für deine Antwort. :)
        Atmosfair kann eine Möglichkeit sein, ändert aber nichts daran, dass man sich als westlicher Mensch, der um die Welt fliegt, Privilegien nimmt, die uns nicht zustehen. Erstens verbrauchen wir nämlich auch ohne Flugreisen zu viel CO2, sollten also diese Projekte ohnehin unterstützen, zweitens funktioniert diese „Kompensation“ durch Klimaprojekte in Entwicklungsländern sowieso nur, solange das lediglich ein paar Westler machen.
        Reisen kann bilden, ja, aber es ist nicht die Voraussetzung für globales Denken. Ich denke global, obwohl ich nicht global unterwegs bin. Es gibt so gute Dokumentationen, Bücher und Filme, nicht jeder muss jeden Fleck mit eigenen Augen gesehen haben, um zu merken, dass er geschützt gehört, das Gleiche gilt für die dortigen Menschen und Kulturen. Was nützt dieses Wissen um den nötigen Schutz überhaupt, wenn man dabei genau diesen Planeten zerstört? Das ist doch paradox.
        Ich halte das meistens für eine Ausrede, und in seiner Konsequenz würde es bedeuten, dass 95% der Menschen kein offenes Weltbild haben und andere nicht akzeptieren können – denn 95% der Menschen haben noch nie ein Flugzeug betreten. Ich denke nicht, dass das schlechtere Menschen sind.