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Bitsbytes +++ Das Dorf ohne Internet

Die Geschichte des Internets ist wohl eine der rasantesten, die die Welt in solch einer Verbreitung je gesehen hat. Nachdem seit den 70er/80er Jahren noch zwischen verschiedenen Computern kommuniziert wurde, ist das uns bekannte Internet, das weltweit agiert, seit den 90ern gar nicht mehr wegzudenken.

Wir sind damit so selbstverständlich aufgewachsen, wie mit Fruchtzwergen und Diddlmaus. Wenn wir heute verreisen, und sei es auch in den entlegensten Teil der Welt, können wir eigentlich immer davon ausgehen Kontakt zu Familie und Freunden nach Hause herstellen zu können. Und zwar nicht über eine Standleitung, sondern ganz einfach über das Internet. Ganze Städte werden mit einem flächendeckenden WLAN ausgestattet, in so mancher U-Bahn lässt sich dank HotSpot weiter twittern und dein Bild von der Himalaya-Wanderung landet schneller bei Facebook als du die Berge wieder runterklettern kannst. 

Und dann gibt es da noch Civitacampomarano – ein kleines, beschauliches Dorf in Italien. Die große Besonderheit: im gesamten Dorf gibt es kein Internet. Für uns kaum vorstellbar, ist dies normaler Alltag für die Dorfbewohner, die auch ohne die schnelle Verbindung zur Außenwelt sichtbar gut klar kommen. 

Wie wir bei der tagesschau sehen können, lebt dieses Dorf sozusagen das Internet 0.0. Also analog. Völlig undigitalisiert. Und doch in Verbindung. Der aus Mailand stammende Künstler Biancoshok hat in seinem Projekt verdeutlicht, was gerade die sozialen Medien heutzutage eigentlich bedeuten und macht damit ganz selbstverständlich klar, dass ein Leben ohne Internet auch 2016 noch denkbar und vor allem möglich ist.

Am besten zwitschert es sich eben doch noch auf der guten alten Parkbank.