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Auf ein Wort…

Neulich bin ich auf das Projekt AUF EIN WORT von Valerie Niehaus gestoßen, mit dem sie jeden von uns gezielt anspricht und fragt, was unser Wort ist, das uns inspiriert oder besonders bewegt, wenn wir uns mit der Gesellschaft in Verbindung sehen und setzen. 
Das Projekt hat mich sofort in den Bann gezogen, denn ich wusste sofort, was MEIN WORT ist. 
 
Dieses Wort tangiert sehr viele Ebenen des gesellschaftlichen Lebens, doch auch das eigene, persönliche Leben. 
 
Nur allzu oft vermisse ich es in letzter Zeit. Zum Beispiel wenn ich durch den Park laufe und sehe, wieviel Müll jedes Wochenende dort einfach auf der Wiese liegen gelassen wird. Räumt ja schon jemand weg. Oder auch nicht. Ist doch egal! 
 
Oder wenn ich in der Bahn eine Mutter mit zwei kleinen Kindern sehe. Das eine quengelnd auf dem Arm und das andere völlig müde, so dass es nur noch sitzen möchte. Aber leider macht kein Mensch Platz. Weder einen Sitzplatz für das eine Kind noch für die Mutter mit dem anderen Kind auf dem Arm und den schweren Kinderwagen im Schlepptau, der ja bekanntlich an dem dafür vorgesehenen Bereich stehe könnte, würden da nicht einfach die anderen Leute stur stehen bleiben. Frei nach dem Motto: Ich war aber zuerst hier. Klar könnte die Mutter die Leute bitten zur Seite zu gehen. Aber Leute, muss sie euch wirklich erst bitten? 
 
Oder noch ein Fall aus der letzten Woche: Eine Freundin saß bei mir zuhause auf der Couch und wirkte matt und müde, ziemlich dünn und irgendwie alt. Sie erzählte mir, dass sie zurzeit viel arbeiten müsse und es noch nicht geschafft hätte etwas Vernünftiges zu essen. Nur ein paar Kinderriegel hätte sie gegessen, wenig getrunken. Keine Zeit. Keine Zeit. Und nein, sie möchte auch jetzt nichts essen. Kein Hunger. Ich sagte zu ihr, aber du musst auf dich aufpassen. Ehrgeiz ist ja schön und gut, aber du darfst dich selbst nicht vergessen.
 
Wer merkt es? Richtig, allen zuvor geschilderten Gegebenheiten fehlte es entschieden an einer großen Kleinigkeit, die uns alle in der großen Eile und Hektik zusehends abhanden kommt: ACHTSAMKEIT. Egal, ob der Umwelt, den Mitmenschen oder uns selbst gegenüber – immer häufiger fehlt uns das Gespür und die Zeit achtsam zu sein.
Auf ein Wort... Achtsamkeit
 
Dabei ist ACHTSAMKEIT so wichtig! ACHTSAMKEIT bedeutet nämlich Wertschätzung. Sich und die Menschen um einen herum wertzuschätzen. Egal, ob man die Leute kennt oder nicht. Egal, ob wir gerade im Stress sind oder nicht. Egal!
 
ACHTSAMKEIT bedeutet aber auch im gegenwärtigen Zustand aufmerksam und umsichtig zu sein. Mit sich und seinem Umfeld. Alles, was wir haben, ist doch nur das Hier und Jetzt. 
 
Ich frage mich, warum können wir das Hier und Jetzt nicht wertschätzender, aufmerksamer und umsichtiger leben, gestalten und genießen?

 

Auf ein Wort... Achtsamkeit

ALL WE HAVE IS NOW. ?? Hängt zur täglichen Erinnerung sogar an meiner Wand. ??

 

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Die Initiatorin Valerie Niehaus und ihre Partner schreiben auf der dazu gehörigen Website über die Intention zum Projekt, dass sie ‚das „WIR“ im Visier‘ haben. ‚Weil das unser WERT ist, das WIR. Und um diese Kraft weiter voran zu bringen, fragen wir: „AUF EIN WORT“? Seien Sie dabei!
 

Viele namhafte Schauspiel-Kollegen haben sich bereits der Initiative angeschlossen und sich auf ihr Wort bekannt und damit ablichten lassen. 

Auf ein Wort... Achtsamkeit

Wer noch dabei ist und welche Worte sie inspirieren, findet ihr hier: