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Achtsam durch die Weihnachtszeit

Nachdem wir uns in der ersten Adventswoche ganz dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet haben und nun wissen, wie wir Weihnachten nachhaltiger zelebrieren können und was Minimalismus mit Nachhaltigkeit zu tun hat, wollten wir unseren Fokus in der zweiten Adventswoche auf das Thema Achtsamkeit legen.

Richtig gelesen: Wir wollten. Doch wir Spezialisten haben leider die Rechnung ohne die gemeine Hackerbanden im World Wide Web gemacht, die unsere Seite hier lahmlegten und uns damit nicht nur den zweiten Advent verdorben haben, sondern auch unsere langsam aufkommende Entspannung zum Ende des Jahres.

Ein Glück, dass wir Jona Armborst von Perlentauchen entdeckt haben, die uns und auch all die Anderen, die auch noch so ein Trouble haben, wieder auf Kurs bringt. Mit ihrem wunderbaren Gastartikel gibt sie uns Tipps, wie wir achtsam durch die Weihnachtszeit kommen. Halleluja!

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Wie können wir in der Weihnachtszeit achtsamer mit uns sein?

In Zeiten, in denen wir im Geschenketrubel und Weihnachtsvorbereitungsstress nahezu untergehen und der Tag kaum genug Stunden hat, scheint Achtsamkeit oftmals weit weg. Neben Arbeiten, Familie und Freizeit bleibt für uns selbst meist wenig Zeit. Aber gerade in diesen geschäftigen Adventswochen ist es umso wichtiger, dass wir uns und unseren Bedürfnissen Raum geben und unsere seelische Widerstandskraft (= Resilienz) stärken. Denn diese Eigenschaft bestimmt letztendlich, wie erfolgreich, glücklich und gesund wir unser Leben gestalten. Der achtsame Umgang mit uns selbst ist die beste Voraussetzung, um dem Jahresende entspannt zu begegnen und die Zeit mit den Liebsten voll und ganz zu genießen.

In diesem Artikel bekommst du fünf praktische Tipps für deine achtsame Weihnachtszeit.

Achtsame Weihnachtszeit

Tipp 1: Deine Morgen-Routine

Wie beginnst du deinen Tag? Die erste Stunde nach dem Aufwachen eignet sich am besten, um sich auf alle bevorstehenden Ereignisse des Tages vorzubereiten – wir sind in der Regel ausgeruht und frei von unerwünschten Gefühlen. Strecke deinen Körper, dann setze dich aufrecht, deine Hände liegen auf den Beinen und die Handflächen zeigen nach oben. Konzentriere dich auf deine Atmung und beruhige deine Gedanken. Spüre wie die Luft in deinen Körper strömt und sie wieder verlässt. Sobald du entspannt atmest, konzentrierst du dich darauf, wie du dich am Ende deines Tages fühlen möchtest. Wähle dazu Wörter wie: zufrieden, ruhig, geborgen, unabhängig, geliebt, harmonisch, usw. Denke dir diese Wörter oder spreche sie dir immer wieder leise zu. Mit dieser kurzen Morgen-Meditation kannst du ausreichend Energie für den ganzen Tag erzeugen und sie ermöglicht dir achtsam und gelassen in den Tag zu starten.

Tipp 2: Deine wahren Bedürfnisse

Kennst du deine persönlichen Bedürfnisse? Die Gesellschaft und Werbung suggerieren uns, dass Reichtum und Erfolg uns glücklich machen. Tatsächlich aber würden wir keinen ernsthaften Schaden davontragen, wenn der Wunsch nach dem neuesten Auto, Smartphone, etc. verwehrt bliebe. Allgemein lassen sich die Grundbedürfnisse aller Menschen zusammenfassen: Das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung, das Bindungsbedürfnis mit anderen Menschen und nach einer Gemeinschaft, der Wunsch, etwas Besonderes zu sein, sowie das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle und dass Dinge und Ereignisse stimmig für uns sind. Daher frage dich regelmäßig, was muss wirklich erfüllt sein, damit du dich gut fühlst? Wenn du die Antwort gefunden hast, nimm dir zwischendurch immer mal wieder Zeit, diesen Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu schenken.

Tipp 3: Du trägst die Verantwortung

In der Stärkung des seelischen Immunsystems spielt die „Verantwortung für das eigene Leben“ eine wichtige Rolle. Dazu gehört, dass die Konsequenzen für das eigene Tun übernommen werden und wir uns der Fähigkeit bewusst sind, unser Leben selbst gestalten zu können.

Wie oft sagst du am Tag „Ich muss…“? Und wie viele Pflichten gibt es wirklich in deinem Leben? Wie wäre es, „Ich muss…“ gegen ein „Ich entscheide mich…“ zu tauschen? Frage dich, ob du all das wirklich „musst“? Denn in der Regel entscheidest du selbst.

Tipp 4: Du gestaltest deine Realität

In manchen Situationen fühlen wir uns als Opfer. Sei es bei Konflikten mit anderen Menschen oder in schwierigen Arbeits- oder Lebenssituationen. Für die Stärkung der eigenen Widerstandskraft gilt es mal einen Perspektivenwechsel vorzunehmen. Werde dir über deine Opfer-Haltung bewusst und verabschiede dich von ihr. Du hast Einfluss auf deine Zukunft. Überlege dir, was der stärkste Mensch, den du kennst, an deiner Stelle tun würde?

Menschen können sich alleine durch ihr Denken „neu programmieren“. Aber das muss geübt werden, dann geht es nach einiger Zeit in eine Gewohnheit über. Finde dein eigenes Mantra, welches dich von negativen Gedanken ablenkt bzw. dich beruhigt. Hinterfrage die Motive und Handlungen anderer Menschen. Oftmals wollen wir die andere Seite gar nicht verstehen und ziehen uns stattdessen zurück. Wir sollten hinterfragen, was uns an dem anderen so furchtbar aufregt oder warum wir uns an einem Thema so sehr reiben. Denn meist sagt es mehr über uns selbst aus, als über den anderen. Im eigenen Selbstwertgefühl liegt ein wertvoller Schlüssel zum eigenen Glück. Kennst du deine Stärken? Stärke deinen Körper und Geist durch alles, was dir gut tut. Fange an, positiv über dich zu denken und zu reden. Sage deinen Mitmenschen, was du dir von ihnen wünschst. Und mache dir bewusst, dass du nicht schuld bist, aber verantwortlich.

Achtsame WeihnachtszeitTipp 5: Bei dir bleiben

Wenn die To Do Liste immer länger wird und vieles vor Weihnachten noch fertig werden muss, dann steigt der Stresspegel. Wie hilfreich wäre es da, die eigenen Emotionen zu steuern? Damit ist nicht die Unterdrückung von Gefühlen gemeint, sondern die Fähigkeit, unter Druck ruhig zu bleiben, die eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen und den ersten Ärgerimpuls zu akzeptieren, um ihn dann in ein angenehmeres Gefühl zu verwandeln.

Wann immer du in einer Situation das Gefühl hast, direkt aus der Haut fahren zu müssen, nimm dich bewusst einen kurzen Moment zurück: Atme tief durch, statt dich direkt zu verteidigen. Frage dich: „Will ich mich ärgern, hilft mir der Ärger weiter?“ Versuche einen weiteren kurzen Moment einfach still zu bleiben, um dann bewusst ins Handeln zu wechseln.

Extra-Tipp:

Nutze die Zeit kurz vorm Einschlafen, indem du drei Sachen aufzählst, für die du an diesem Tag dankbar bist. Diese kleine Übung entspannt und lässt dich mit einem positiven Gefühl einschlafen.

Keine Sorge, wenn du dich noch am Anfang dieser Reise fühlst: Die Stärkung der seelischen Widerstandskraft und der achtsame Umgang mit dir selbst sind ein lebenslanger Prozess und wir sind in der Lage, diese Fähigkeit auszubauen und weiterzuentwickeln: ein Leben lang!

Achtsame Weihnachtszeit

Über die Gastautorin


Jona Armborst - Perlentauchen - Achtsame Weihnachtszeit

 

Ganz nach dem Motto „It takes courage to grow up and become who you really are.“ von E. E. Cummings nahm Jona dieses Jahr allen Mut zusammen und orientierte sich – nach den Stationen BWL-Studium, Projekt- und Eventmanagement bei diversen namenhaften Unternehmen – neu um. Mit 32 Jahren machte sie nun eine zusätzliche Ausbildung zum NLP Practitioner und gründete ganz frisch den Instagram Account Perlentauchen, über den wir sie entdeckten. Dort teilt Jona nicht nur ihr Wissen sowie Methoden rund um die Themen Achtsamkeit und Resilienz, sondern unterstützt auch mit viel Empathie ihre Abonnenten auf dieser Reise. Apropos Reise: Denn das kam bei der reiselustigen Jona dieses Jahr auch nicht zu kurz. Nachhaltigstes Highlight? Ganz sicher das Pilgern auf dem portugiesischen Jakobsweg.

 

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