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6 Bücher für Fernweh-Gedanken

Wenn man erstmal ein paar Monate im grauen, europäischen Winter verbracht hat, kommen nach und nach immer mehr Gedanken, die nach Sommer und Sonne schreien. Spätestens im Dezember folgt dann mal ein neugieriger Blick in gängige Reiseportale und der Urlaubspiraten-Newsletter wird wieder abonniert. Dabei müssen wir manchmal gar nicht komplett aus unserer Umgebung gerissen werden, um ein bisschen Reisefeeling zu bekommen. Auch das Eintauchen in Bücher hilft uns schon ein kleines bisschen den Alltag zu vergessen und uns weg in die Ferne zu träumen. Forscher haben außerdem herausgefunden, dass regelmäßiges Lesen vor Depressionen schützt bzw. regelmäßige Leser*innen seltener an Depression erkranken. Also schnell eines dieser Bücher gegriffen und weg geträumt.

1. Der große Trip von Cheryl Strayed

Chery Strayed nimmt uns mit auf ihre Wanderung über den Pacific Crest Trail. Mit gerade einmal 26 Jahren hat Cheryl das Gefühl komplett versagt zu haben – Drogen und eine kaputte Ehe sind dabei nur Ausdruck von noch mehr Zerrissenheit. Auf dem Weg durch die Wildnis erlebt sie nicht nur eine aufregende Reise, sondern findet auch noch zu sich selbst. Pssst… für Lesefaule wurde das Buch auch wunderbar verfilmt.

2. Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde

Kein klassisches Reisebuch in dem Sinne, aber dennoch höchst global und mitreißend. In „Die Geschichte der Bienen“ erzählt die Autorin Maja Lunde verschiedene Geschichten zu unterschiedlichen Zeiten in verschiedenen Ländern und Kontinenten. Alles verwoben mit dem Leben der Bienen und der Erkenntnis, warum die Geschichte der Menschen unmittelbar mit der Geschichte der Bienen zusammenhängt.

3. Das Café am Rande der Welt von John Strelecky

Der Sinn des Lebens lässt sich wohl kaum in einem Buch ergründen. Jedoch gibt dieses Exemplar einen ganz guten Eindruck davon, was es heißt auf Sinnsuche zu sein. Reisen und einen Sinn suchen, sind dabei ja oft unmittelbar verknüpft. Das muss auch John feststellen als er in diesem kleinen Café irgendwo im Nirgendwo landet und sich ihm plötzlich tiefgründige Fragen neben dem Menü auftun.

4. Off The Road von Gestalten

Im Prinzip hätte hier auch (fast) jeder andere Bildband von Gestalten stehen können, sind diese doch immer besonders bildgewaltig und ansprechend designt. Off The Road ist aber vor allem etwas für AbenteurerInnen. Mein Roadtrip-Herz hat bei jeder Seite höher geschlagen, denn man findet nicht nur einzigartige Verkehrsmittel und Wege für einen Roadtrip, sondern auch die spannenden Geschichten dahinter. Außerdem wird man bestärkt, dass in jedem/r von uns ein/e EntdeckerIn steckt! Absolute Empfehlung für Outdoor-Fans.

5. Wanderlust von Cam Honan

Und noch ein Coffeetable-Book, das es in diese Liste schafft. Wanderlust featurt 32 einzigarte Wanderungen aus der ganzen Welt und ich bin äußerst froh, dass der Autor den Begriff Wanderlust tatsächlich wörtlich nimmt, hat er in den letzten Jahren doch trendbedingt immer mehr an Bedeutung verloren. Ist natürlich auch bei Gestalten erschienen. 

6. German Roamers von German Roamers

Und weil man immer gar nicht so weit in die Ferne schweifen muss, gibt es zu guter Letzt auch noch ein Buch, das für kleines Fernweh sorgt. Im Prinzip direkt vor unserer Haustür. Die German Roamers teilen über Instagram ihre einzigartigen Abenteuer, die sich (fast immer) in Deutschland abspielen. Egal, ob Alpen, Nordsee, Harz oder Elbsandsteingebirge. Das Fotografen-Kollektiv findet immer das perfekte Motiv verknüpft mit perfekten Draußen-Tagen. Einziger Wermutstropfen: unter 14 Fotografen ist nicht eine Frau dabei. Dabei gibt es doch zahlreiche tolle Outdoor-Fotografinnen? Die Frage wird im Buch übrigens beantwortet: Nein, gäbe es nicht. Wo sind die Outdoor-Fotografinnen, die wir sichtbarer machen dürfen?