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5 Ideen, wie du den Earth Day feiern kannst

HAPPY EARTH DAY!

Heute ist Earth Day. Ein Tag, der dazu auserkoren wurde noch einmal besonders bewusst darüber nachzudenken, wie glücklich wir uns doch schätzen können, auf solch einem einzigartigen, an ein Wunder grenzenden, Planeten leben zu können. Unsere Erde – ein wahres Prachtstück unter den Himmelskörpern. Schon abgefahren, wie hier perfekte Atmosphäre, Temperatur, Wasser und Mineralstoffe aufeinandertreffen und wir einfach so auf ihr leben können, atmen, uns ernähren. Findet ihr das nicht auch ein klein wenig verrückt? Ich bin auf jeden Fall großer Fan dieser Erde und als solcher möchte ich euch heute fünf kleine und große Ideen mit auf den Weg geben, wie ihr ganz bescheiden euch dafür bedanken könnt, dass es hier so lebenswert ist. Ganz uneigennützig ist das ja nicht, wenn man bedenkt, dass sich einige von uns wünschen, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder und Kindeskindkinder hier noch wachsen und gedeihen können. 

Wir haben nur eine Welt. Aber wenn wir so weiterleben, brauchen wir drei Welten.
Lutz Engelke, Chef der deutschen Kreativagentur Triad, bei der Planung zur Weltausstellung 2010

1. It’s a plastic world!

Mein guter Freund – das Plastik. Als Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Kunststoff-Experimente glückten und dieser wundersame Stoff entwickelt wurde, jauchzten alle noch vor Begeisterung solch eine bahnbrechende Entdeckung gemacht zu haben. So richtig heiß her ging es dann nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 40er/50er Jahren, als Plastik als neue Revolution Einzug in nahezu jeden Lebensbereich hielt. Heute gibt es kaum etwas, was es nicht aus Plastik gibt. Noch vor 20 Jahren kauften wir Brettspiele, bei denen die Figuren alle aus Holz hergestellt werden. Heutzutage sind diese eine Rarität und jede Spielfigur glänzt in schönster Plastikoptik. Der Grund: Plastik ist extrem günstig und lässt sich in jede x-beliebige Form bringen. Die Wirtschaft freut sich. Unsere Erde ächzt unter den Auswirkungen, die die Plastikproduktion mit sich bringt. Das Problem sitzt an beiden Enden. Zunächst einmal bedarf es einer großen Menge Erdöl, um unsere Gier nach Plastik befriedigen zu können. Das holen wir uns aus der Erde und fördern Erdöl in Mengen, die einfach nicht tragbar sind und ganze Landstriche einfach zerstören. Wenn wir die Plastikteile nicht mehr benötigen, werfen wir sie achtlos weg. Und was passiert damit? Im Physikunterricht haben wir mal gelernt, dass nichts verschwinden kann. Das von uns achtlos weggeworfene Plastik finden wir heute in unseren Ozeanen wieder. Wie oft gab es jetzt Meldungen, dass Tiere an Stränden verendeten, weil sie zu viel Plastik im Magen hatten. Berichte aus beliebten Urlaubsregionen in Asien zeigen, dass die Strände voll mit allem möglichen Plastikmüll sind. 

plastic pollution - earth day

Verzichte doch heute mal auf Plastikverpackungen! Schau im Supermarkt, dass du Dinge kaufst, die nicht in Plastik verpackt sind. Für den Coffee-To-Go schnapp dir einen schönen Mehrwegbecher, den du immer wieder benutzen kannst. Den Strohhalm heute Abend im Club brauchst du doch nicht wirklich. Und die Plastiktüte ist sowieso nur noch was für ganz uncoole Leute. 

earth day - no plastic

2. Mind your ökologischer Fußabdruck!

Dass Flugzeuge, Schiffe und Autos unsere Erde mit Abgasen zupumpen, ist nichts neues. Doch noch immer passiert in der Mobilitätswelt relativ wenig, wenn man bedenkt, dass nun schon mehrere Jahre bekannt ist, dass das Ozonloch existiert und der Klimawandel vor allem durch Treibhausgase vorangetrieben wird. Das wissen wir, weil wir auf jeden Fall schlauer als Mr. Trump sind. So viel steht fest. 

happy earth day - iceland - roadtrip

Lass das Auto heute mal stehen. Nimm dir Zeit, um mal zu Fuß voranzukommen oder nehme das Rad, wenn uns der April nicht gerade wieder ein Schnippchen schlägt. In den Großstädten kommt man auch ganz wunderbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln voran. Und wenn du so gar nicht aufs Auto verzichten magst, gibt es ja immer noch Carsharing! Das macht nicht nur Spaß, wie ich finde, sondern trägt auch jede Menge dazu bei, dass weniger Fahrzeuge unsere Städte verpesten. In einigen Städten, wie in Berlin, gibt es dazu sogar elektrisches Carsharing. Wenn das mal nicht deinen ökologischen Fußabdruck um Welten verbessert! Ach, und wo wir schon bei Elektrik sind. Schon zu Ökostrom gewechselt?

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3. Du bist, was du isst!

Wir erinnern uns noch an den großen Aufschrei 2013, als die Grünen doch tatsächlich einen fleischfreien Tag pro Woche für Kantinen gefordert haben. Einen (!) Tag! Nur einen! Und was ist passiert? Es gab Beschwerden im großen Stil. Vor allem auch von anderen Politikern. Wie die Waffe für die Ami’s ist es das geliebte Auto und das unverzichtbare Schweineschnitzel für die Deutschen. Mittlerweile ist jedoch bewiesen, dass täglicher Fleischkonsum nicht nur gesundheitlich bedenklich sein kann, sondern eben auch unsere Erde hart belastet, da nur mit Massentierhaltung, dementsprechender Nutzfläche, Tierkot und Methangasen eine solche Menge an Fleischverzehr möglich zu machen ist. 

Wie wäre es heute mal mit einem freiwilligen Veggie Day? Einfach mal einen Tag bewusst vegetarisch oder, krass wie abgefahren, vegan essen und damit auch den eigenen Konsum mal überdenken. Brauche ich wirklich jeden Tag meine Wurst aufs Brot und dann die Bulette in der Mittagspause. Es gibt doch nun wirklich mittlerweile ganz wunderbare Alternativen zu schnöden Fleischgerichten, die nicht nur oftmals viel leckerer und einfallsreicher sind, sondern eben auch unserer Erde richtig gut tun.

4. Apropos Essen.

Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, wo dein Essen, was du da im Supermarkt kaufst, überhaupt herkommt? Heutzutage bekommen wir nahezu alles überall, zu jeder Zeit und 365 Tage im Jahr. Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es eigentlich immer nur das, was eben zu dieser Jahreszeit gewachsen ist. Saisonal nennt man das. Aber Erdbeeren und Zucchini im Winter sind schon längst zum Standard geworden. Eins ist klar, in Deutschland ist das Zeug zu der Zeit auf jeden Fall nicht gewachsen. Im besten Fall kommt es aus irgendwelchen Gewächshäusern aus Südeuropa. Oftmals ist der Weg jedoch viel länger und die Ware in unseren Supermärkten wird aus Afrika und Südamerika verschifft. Und das betrifft nicht nur konventionelle Supermärkte sondern auch Bioläden.

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Nimm dir einen Nachmittag in der Woche Zeit und gehe mal wieder so richtig genüsslich auf einen Wochenmarkt. Dort gibt es oftmals Händler aus der umliegenden Region, die ihre Ware direkt vom Acker verkaufen. Hier finden sich die besten Zutaten, um Punkt 3 so richtig zelebrieren zu können. Und das ist dann nicht nur saisonal, sondern auch regional! Supergut!

5. Rettet den Regenwald!

Der Regenwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet unserer Erde und damit sozusagen die grüne Lunge unseres Planeten. Hier atmet die Erde. Doch in den letzten Jahrzehnten wurde immer mehr Lunge entfernt. Platt gemacht für Monokultur-Plantagen, Fabriken oder auch Förderung von Bodenschätzen. Der Kapitalismus zeigt hier seine hässliche Fratze. Klar, wir bekommen hier davon nicht viel mit und überhaupt ist es auch ganz schön weit weg von uns. Aber nicht nur der Regenwald hat ein Problem. Auch europäische und deutsche Wälder sind im Begriff immer weniger zu werden. Ganze Arten von Pflanzen und Tieren sterben aus. Und das tatsächlich direkt vor unserer Nase. Schon seit einigen Jahren zeigt die rote Liste bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Und das Sterben geht von Jahr zu Jahr rasanter vonstatten. Experten schätzen, dass pro Tag zwischen 50 und 150 Tier- und Pflanzenarten aussterben. Bis zu 150 Arten pro Tag, die dann einfach nicht mehr da sind. Das sind bis zu 54.750 Arten im Jahr. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Innerhalb der nächsten 60 Stunden verlieren wir Wald von der Größe Berlins.
WWF Waldverlust-Ticker 2011

Ok, zugegeben wir können uns nicht, oder nur sehr schwer, an Bäume im Regenwald ketten und gegen die Abholzung demonstrieren. Aber wir können uns dafür mit kleinen Aktionen in unserem Alltag einsetzen. Wusstest du zum Beispiel, dass es eine Alternative zu der Google-Suchmaschine gibt und die sogar für jede Suchanfrage Bäume pflanzt. „Rüste“ deinen PC noch heute auf Ecosia um und hilf so ganz einfach mit Bäume wieder aufleben zu lassen. Ecosia hat so schon über 7.000.000 Bäume gepflanzt. 

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